Plattenkritik

Harasai - Psychotic Kingdom

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Release Date: 26.04.2013
Datum Review: 09.05.2013

Harasai - Psychotic Kingdom

 

Wo viele schwedische Melodic-Death-Metal-Bands Anfang des Jahrtausends den Faden verloren haben, nehmen ihn HARASAI nun wieder auf. Wurde schon der vorherige Langspieler der jungen Deutschen von der Presse ordentlich gewürdigt, können sie mit „Psychotic Kingdom“ nun noch einmal eine Schippe drauflegen. Stand beim ersten Album schon Dan Swanö (EDGE OF SANITY) hinter den den Reglern, übernahm dieses Mal Sebastian Levermann (ORDEN OGAN) und Dennis Koehne (Mastering, u.a. CALIBAN, TIAMAT) die Produktion. Mit ihrer Hilfe klingt „Psychotic Kingdom“ ungemein druckvoll und muss sich so vor den „großen“ Bands des Genres kaum verstecken.

Zugegeben, innovativ ist das vielleicht nicht, was die Essener zu bieten haben, die einzelnen Versatzstücke der schwedischen Vorbilder fügen HARASAI jedoch vortrefflich zusammen. Die Intensität DARK TRANQUILLITYs gepaart mit den genialen Riffs von AT THE GATES – Das bieten HARASAI auf „Psychotic Kingdom“. Die Ergebnisse heißen dann „The Liquid Everything“ oder „Dying Race Domain“. Ein weiteren Pluspunkt sammelt das junge Quintett auch durch ihre beiden Sänger Marin und Arne. Letzterer überzeugt mit kraftvollem, warmem Klargesang („The Art Of The Sun“), Martin hingegen mit kehligen Growls (Paradebeispiel „Resist To Rebuild“). Albumübergreifend ist es gerade Martins Stimme in Kombination mit dem furiosen Riffing, die beim Hören ein melancholisches und erhabenes Gefühl auslöst. Diese Atmosphäre wird auch durch das Klavier-Zwischenspiel „Skywards We Fly“ unterstützt – Wo solche Interludes bei vielen Platten nur Füller sind, dient dies hier zu Entspannung und bereitet einen ordentlichen Übergang zwischen dem getragenen „The Art Of The Sun“ und dem Hassbatzen „Heretic Souls“.

HARASAI ist mit „Psychotic Kingdom“ ein vielschichtiges Album gelungen, welches über längere Zeit überzeugen kann und viele Veröffentlichungen in diesem Genre in den Schatten stellt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn das nächste Werk auf einem größeren Label als Quality Steel Records erscheinen würde.





Tracklist:

1. Resist To Rebuild
2. The Liquid Everything
3. Three Kings
4. The Art Of The Sun
5. Skywards We Fly
6. Heretic Souls
7. Psychotic Kingdom
8. Dying Race Domain
9. In Circles Forever
10. Reflections

Alte Kommentare

von twin 30.05.2013 18:52

sehr geil. endlich mal wieder ein swed.melo.death album welches einen richtig mitreißt und keine längen hat. "three kings" ist der hammer und der beste song. @ Manuel kennst du das album >>an epic defiance<< von DETONATION? für mich das beste melodeath alben überhaupt

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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