Plattenkritik

Heartfelt - The Plague Of Today

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Release Date: 01.01.1970

Heartfelt - The Plague Of Today

 

Der Bandname lässt schlimme Emo-Weinerlichkeit befürchten, doch bekommt man hier eine durchschnittlich-temperierte Platte mit konstantem Pogo-Punk aufgetischt. Der unbeschreiblich holländische Akzent sorgt beim Gesang für eimerweise Belustigung (die Eimer sind dann aber auch irgendwann leer). Turbonegro ohne Schminke, Millencollin ohne irgendein Brett, nur ein harter Kern, der nicht auf den Namen Hardcore hören möchte. Sehr sympathisch und definitiv von Vorteil sind die Songlängen, die sich zwischen ein und zwei Minuten einpendeln, und trotzdem: Straßenweisheit wird ebenso wenig vermittelt wie irgendein anderes Anliegen, und seien es auch nur sympathische Saufparolen. Es wird ansprechender Text umhergerufen, doch der geht nach einer Zeit im Wortmüll unter. Olli Schulz (galaxienweit entfernt, keine Angst) sang einst von einer Hookline, die er unbedingt braucht, und auch Heartfelt täten nicht schlecht am Suchen einer solchen. Was bleibt nach 8 Songs in beeindruckenden dreizehn Minuten und vierzehn Sekunden? Ein schaler Geschmack, und selbst der bleibt nicht lange. Dann hat man die Platte nämlich verputzt, verdaut und vergessen. Immerhin 5 von 10, wegen der Hektik.

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Ben

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