Plattenkritik

Helgi Jonsson - For The Rest Of My Childhood

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Release Date: 09.10.2009
Datum Review: 12.10.2009

Helgi Jonsson - For The Rest Of My Childhood

 

Manche Platten werden allein schon durch ihre Künstler interessant. Man nehme beispielsweise HELGI JONSSON. Der 30jährige Jungspund veröffentlicht dieser Tage mit "For The Rest Of My Childhood" sein neues Album und stellt darauf prachtvoll zur Schau wie unüblich es doch ist Melodie und Text miteinander zu verbinden. Aber fangen wir vorne an: Der Isländer studierte in seiner Jugend sogar im Nachbarland Österreich, spielte in diversen Jazz-Bands und ist gelernter Posaunist im Klassik-Metier gewesen. Dass da zwangsläufig nichts Schlechtes veröffentlicht wird ist vorprogrammiert.

Und so ist es. "For The Rest Of My Childhood" ist ein kleines, in sich geschlossenes Juwel balladesker Akustikmusik. Die Stimme von HELGI JONSSON trägt da zum Trauerspiel am meisten bei, haftet passend auf der sanften Instrumentierung und den teils opulenten orchestralen Parts. Dabei klingt HELGI's Stimme immer sauber und klar, zittert oftmals, pendelt dann wieder sicher und stark nach vorn um im nächsten Moment von Streichern und Klavier überrollt zu werden. Das klingt zumeist wunderbar, in manchen Momenten aber auch schlichtweg weinerlich, wenn nicht sogar kitschig und etwas erdrückend. Genau dann rettet aber die Stimme JONSSON's dieses Album, da diese hübsch nach Bodenständigkeit und freundlicher Zufriedenheit klingt. So kann man gut und gerne über Kitsch und Pomp hinwegsehen um doch noch ein nettes Album für ruhige Stunden vor sich zu haben.

Tracklist:

Ashes Away
September
Digging Up a Tree
Waltz
This Solitude
Love Mind
Dry Run
Soft Targets
AM Radio Signal
Lay It Down

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Raphael

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