Plattenkritik

Hell:On - Age Of Oblivion

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Release Date: 03.09.2012
Datum Review: 01.09.2012

Hell:On - Age Of Oblivion

 

Bay-Area-Thrash-Metal muss nicht immer aus der Bay-Area kommen – Das dürfte mittlerweile jedem Interessierten bekannt sein. Der Stil ist heutzutage eher eine Genre Bezeichnung, eine Schublade, in die man Bands stecken kann, die sich stark an den Sound anlehnen, der diese Region so berühmt gemacht hat. So auch HELL:ON aus der Ukraine, die sich den Thrash-Metal auf ihre Fahne geschrieben haben.

„Age Of Oblivion“ ist das dritte Album des Quintetts, welches sich in der Heimat zu den großen Metal-Bands zählen darf. Elf Nummern finden auf „Age Of Oblivion“ ihren Platz. Man merkt schnell, dass es sich bei HELL:ON um keine Newcomer-Band handelt. Die Jungs wissen was sie tun und schrauben einem mit „Disaster“ gleich zu Beginn des Albums erst einmal ordentlich den Kopf ab. Was folgt ist ordentlicher Thrash-Metal mit starkem Fokus auf groovige Riffs und eingängige Refrains. Gerade auf der zweiten Hälfte des Albums sind mit „Emptiness“ und „Burn“ zwei Tracks zu finden, die so ähnlich auch von PANTERA oder LAMB OF GOD stammen könnten. HELL:ON setzen hier, wie auch auf dem abschließenden Longtrack „Satan“, zusätzlich auf Keyboardklänge im Hintergrund auf den Einsatz eines Keyboards zur Verdichtung der Atmosphäre was ihnen vor allem beim abwechslungsreichen „Satan“ auch wunderbar gelingt. „Satan“ stellt eines der Highlights des Albums dar. HELL:ON schaffen es hier den Hörer trotz überlanger Spielzeit bei Laune zu halten und erfreuen durch interessante Arrangements und gelungene Songstrukturen. Ein weiterer Höhepunkt ist das stark an alte FEAR FACTORY erinnernde „My Doll“, auf dem Jeff Waters (ANNIHILATOR) einen Gastauftritt an der Gitarre gibt.

Am Ende liefern HELL:ON ein ordentliches Thrash-Metal Album, welches sehr gute Momente hat, in seiner Gesamtheit jedoch sehr gleichförmig klingt. Die oben genannten Song stechen deutlich aus dem restlichen Material heraus. Wer sich an der aktuellen TESTAMENT-Platte satt gehört hat, der kann hier einmal ein Ohr wagen – auch wenn HELL:ON das TESTAMENT-Level natürlich nicht erreichen.


Tracklist:

1. Disaster
2. Bottom Line
3. Rise
4. Let it Feed
5. My Doll
6. Punk Guys
7. Emptiness
8. Burn
9. In the Name of...
10. Voices of the Abyss
11. Satan

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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