Plattenkritik

Her Bright Skies - Rivals

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Release Date: 18.01.2013
Datum Review: 29.11.2012

Her Bright Skies - Rivals

 

Die Bienen summen, die Blumen lächeln. Alle sind fröhlich, glücklich und lieb zu einander. Nahezu perfekt und dauersonnig scheint das Szenario um den stets blauen Himmel, für den fünf Spunde aus Jönköping auch gerne mal den Weg nach Big Apple antreten. Wenn jetzt niemand jemandem ein Bein stellt, könnte das blaue Auge ausbleiben.

Autsch. Zu spät. Hackt man „Working Class Punx“ ins Fenster der Suchmaske ein erscheint also ein Foto der anständig frisierten Skandinavier die sich zu gern im breitschultrigen Stadionsound suhlen und lieber einmal zuviel das „Call & Response“-Schema in ihren Songs verwurzeln. Der Opener mit dem frechen „x“ am Ende ist dabei staubfrei ausproduziert und erinnert unaufgeregt an die Projekte des Ronnie Radtke. HER BRIGHT SKIES halten brav fest an der 2012er Schickeria des Alternative-/Emorock: „Up & Away“ glitzert und pochert, „Pain“ prescht mit ebenso klarem Augenaufschlag zwischen THE USED und SUGARCULT aus der „Hot Topic“-Konserve: „Sometimes I Feel That I Might Break / Take Me Higher, Take Me Higher“. (Mit-)Kreischen lässt es sich dazu sicher spitze, nur frühstückt „Rivals“ eben nur die kalten Reste vom Buffet, an dem sich STORY OF THE YEAR oder WE ARE THE OCEAN schon zuvor reichlich bedient haben.
Schmachtrocknummern wie „You Are The Ones“ lehnen sich dann stark gegen die ersten, initiativen Albumminuten auf, bevor „Débutante“ mit Launenzwang und Kopfschmerzchorus auf Granit beißt.

Nicht, dass man „Rivals“ als aufziehenden Sturm bezeichnen könnte, aber auf seine Weise engstirnig und abgekaspert wirkt das dritte Album von HER BRIGHT SKIES mit Vermerk. Liebevoll und reichhaltig wollten Sänger Johan Brolin, Niclas Sjostedt und Peter Nilsson (Gitarre), Basser Jolie Karlsson und Drummer Jonas Gudmundsson zusammen mit den Genre-eingesessenen Produzenten Shep Goodman (BAYSIDE, FROM AUTUMN TO AHES, FOUR YEAR STRONG) and Aaron Accetta (u.a. FOREVER THE SICKEST KIDS, aber auch AARON CARTER) in New York um die Wette schrauben, was jetzt elf Songs mittelprächtigen US-Radioformates geworden sind.

Dazu darf gerne den ganzen Tag die Sonne scheinen und Brolin auch mal deutlich „Fuck“ sagen – schließlich ist er ab jetzt Vollzeit-Working-Class-Punk. Mama kann sich ja solange die Ohren zu halten.

Trackliste:

01 – Working Class Punx
02 – Up & Away
03 – Bonnie & Clyde (The Revolution)
04 – Lovekills
05 – Pain
06 – Rivals
07 – I’ll Be For You
08 – You Are The Ones
09 – Diamonds
10 – Debutante
11 – Sweet Sweet Revenge

Alte Kommentare

von ich 02.12.2012 15:31

ich mag alles bands mit denen du diese hier vergleichst, darum werde ich dieses album wohl sehr mögen

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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