Plattenkritik

Hessian - Manegarmr

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Release Date: 13.05.2013
Datum Review: 16.05.2013

Hessian - Manegarmr

 

Eines ist sicher, dem belgischen Untergrund mangelt es zur Zeit keineswegs an herausragenden Newcomern. Neuestes Beispiel wären da HESSIAN. Das Quartett vereint in sich nicht nur Mitglieder namenhafter Bands wie AMENRA und THE BLACK HEART REBELLION, sondern auch die Essenz jeglicher Extreme in ihren Sound und auf ihrem Debütalbum “Manegarmr”.

Einigen könnten HESSIAN bereits von ihrer Split mit den Amerikanern von PALE CREATION bekannt sein. Wer bis dato jedoch noch nichts von den Belgiern gehört hat, sollte dies in naher Zukunft definitiv ändern. “Manegarmr” ist der Name ihres Debüts, welches gerade auf SOUTHERN LORD veröffentlicht wurde.
Sicherlich konnte für dieses zehn Track starke Monster auch kein passenderes Label gefunden werden. HESSIAN spielen zwar auf den ersten Blick den labeltypischen Corebastard aus D-Beat, Crust, Doom bis hin zu Black Metal, jedoch verpacken sie diesen auf ihre völlig eigene Art und Weise. Anders als noch auf ihrer Spilt klingen sie nicht mehr ganz so stark nach den Gewalten von ALL PIGS MUST DIE. Auch wenn die Parallelen besonders im „Kollerähnlichen“, hektischem Drumming und dem Gesang von Bram Coussement noch hin und wieder spürbar sind, haben sich HESSIAN für ihren ersten Lonplayer einen eigenen explosiven Cocktail zusammen gemischt. “Manegarmr” ist eine Ansammlung tiefschwarzer Augenblicke, die sich nicht selten schmerzhaft unter die Haut bohren. Es prügelt sich mit tiefergelegtem, rasendem D-Beat ungebremst durch Haut und Knochen (Plague Monger) und fügt dem Ganzem mit schneidenden Black Metal Riffs noch daumentiefe Fleischwunden hinzu (Ascension). Für luftraubende, vernebelte Atmosphären sorgen tonnenschwere Doomer, wie sie in „Father of Greed“ in zermürbender Zeitlupe zelebriert werden. Es ist HESSIAN anzuerkennen, dass die sie trotz aller schwerverdaulichen Extreme nie langatmig oder unhörbar klingen. Auch profitiert ihr Album nicht nur von einem ausgeglichenen und abwechslungsreichem Songwriting, sondern auch von wirklich starken Songs. Besonders „Mother Of Light“, welches von AMENRA Sänger Colin H van Eeckhout unterstützt wird, ist ein mehr als würdiger Schlusspunkt und hätte so auch auf der letzten NAILS Platte zu finden sein können.
Auch, wenn “Manegarmr” ein Nagel schluckendes und Blut spuckendes Monster von einem Album geworden ist, ist davon jede noch so schmerzhafte Sekunde absolut hörenswert.

Trackliste:
1. Ascension
2. Serpent’s Whisper
3. Mourn The World of Man
4. Plague Monger
5. Father of Greed
6. Vamacara
7. Swallowing Nails
8. Hollow Eyes
9. Manegarmr
10. Mother of Light

Alte Kommentare

von nina 22.05.2013 23:58

schmusemusik

von Henno 02.08.2013 13:24

richtig dicke Platte.

von Mulder 02.08.2013 14:21

Kommt noch dicker mit DEAD IN THE DIRT und CENTURIES.

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