Plattenkritik

I Am The Avalanche - I Am The Avalanche

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 25.01.2006

I Am The Avalanche - I Am The Avalanche

 

Für das Debütwerk von I AM THE AVALANCHE muss ich ein wenig ausholen. THE MOVIELIFE hatten mit "This Time Next Year" im neuen Millenium eine ordentliche Poppunk Scheibe an den Start gebracht. Drei Jahre später landete man dann mit "Forty Hour Train Back To Penn" den Genre-Oberkracher und wohl eines der bisher besten Drive-Thru Releases. Das Album der Long Island Truppe zeigte sich verhältnismäßig hart für den Genrestandard und ungemein eingängig zugleich. Im gleichen Jahr verkündete die Band traurigerweise den Split-Up. Während Brandon Reilly schnell mit NIGHTMARE OF YOU eine neue Bandheimat fand landete der ehemalige Frontmann Vinnie Caruana in der harten Realität und malochte auf einer Großbaustelle.

Caruana begann nach einiger Zeit wieder mit dem Songwriting und nachdem er den Willen gefasst hat eine neue Band zu formieren, rekrutierte er unter anderem Ex FURTHER SEEMS FOREVER Gitarrist Brandon Swanson und I AM THE AVALANCHE waren geboren. Der Name entstammt einem von Caruanas frühen Texten, und steht für den volatilen Zustand in dem sich Caruana zu dem Zeipunkt befand, der jederzeit zum Ausbruch führen kann. Hier haben wir jedenfalls das selbstbetitelte Debüt, ebenfalls auf Drive-Thru Records, welches sich mit einem Release exakt 2 Jahre nach der Auflösung von THE MOVIELIFE an einer hohen Latte messen lassen muss.

Beim ersten Antesten des Silberlings sind einige Ähnlichkeiten zu THE MOVIELIFE auch deutlich greifbar, beim mehrmaligen Hördurchgang offenbaren sich jedoch vielseitige Unterschiede. I AM THE AVALANCHE haben nach einer Split mit THE EARLY NOVEMBER auf ihrer selbstbetitelten Scheibe zwar den Ball im poppunkigen Bereich aufgenommen, lassen jedoch Postcore und leichte Hardcore Elemente zu. Wir bewegen uns immer noch in bekannten, emoesk angehauchten, Breitengraden, durch das häufig gedrosselte Tempo und den zeitweisen Einsatzt einer dritten Gitarre durch den Frontmann kommt jedoch zusätzliche Härte auf. Auch der charakteristische Gesang von Vinnie Caruana zeigt sich deutlich variabeler und geht mit seiner ausgesprochenen Intensität zeitweise fast in Schreigesang über. Zusätzliche Power gibt es durch regelmäßige Groupshouts. Lyrisch zeigt sich der alte THE MOVIELIFE Vorturner deutlich privater als zuvor mit einem leicht morbiden, häufig auch sarkastischen Touch. Songs wie "Symphony" lassen richtiges Gänsehautfeeling aufkommen während mit dem Opener "Dead and Gone" druckvolle Melodien als Appetizer verfüttert werden, bei "Murderous" wagt man sich sogar an seichte Raggae Tunes. Bleibt zu resümieren, dass I AM THE AVALANCHE einen würdigen Nachfolger zu THE MOVIELIFE ins Rennen schicken. Es wäre gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass sich die verblichene Combo innerhalb von zwei Jahren in eine ähnliche Richtung entwickelt hätte. Trotz des gesteigerten musikalischen Anspruchs, der sicherlich für eine gewisse Langlebigkeit in der heimischen Anlage spricht, reicht mir das sebstbetitelte Debüt nicht ganz an die eingängigen Hits wie "Jamestown", "Kelly Song" oder "Hey" von "Forty Hour Train Back To Penn" heran. Daher die 8 statt 9 Skulls!

Tracks:

1 Dead And Gone
2 New Disaster
3 Murderous
4 Green Eyes
5 I Took A Beating
6 Wasted
7 Always
8 This Is Dungeon Music
9 Symphony
10 Emergency
11 Clean Up
12 My Second Restraining Order

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Torben

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Allschools Chef

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