Plattenkritik

I Declare War - Malevolence

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Release Date: 08.06.2010
Datum Review: 17.07.2010

I Declare War - Malevolence

 

Neuigkeit: Auch wenn man sich innerhalb des Deathcores bewegt, kann man sich an Stelle von “br00tal” auch als “brutal” betiteln. So verhält es sich auch auf Output Nummer 3 von der Brutaldeathcore (?) Kapelle I DECLARE WAR.

Erneut ist man so gut es geht im traditionellen Deathmetal verwurzelt und diesmal auch eine ganze Ecke düsterer, sobald allerdings die zahlreichen Moshparts und Breakdowns einsetzen kommt ein 1:1 THE ACACIA STRAIN-Gefühl hoch. Das kann man allerdings IDW nicht zum Vorwurf machen, denn von eben dieser Band wird seit dem der Deathcore um die Bassdrops bereichert wurde permanent diese Spielweise von fast allen Mitstreitern des Genres übernommen. Der Fanschar und dem allgemeinen Hörgenuss tut das Gewiss keinen Abbruch. Erst Recht nicht, wenn man wie Frontmann Jonathan auf ein derart rohes, raues und für Deathmetal bzw. eher Deathcore selten vernommenes Organ zurück greifen kann. Ihn und seinen guten Kumpel BIG CHOCOLATE, der demnächst auf dem neuen BURNING THE MASSES-Album sein Stelldichein gibt kann man getrost als stimmliche Referenzen des Genres bezeichnen. So walzt Jon erneut durch die Slamdeath-Botanik in Liedern über die Boshaftigkeit des Menschen. Sicher ist das Thema ein mehr als alter Hut, aber einer der immer passt und gut aussieht. Wie eingangs erwähnt ist die Grundstimmung diesmal düsterer und mit einer starken Produktion im Rücken wird die Instrumentalfraktion nun auch der Stimme würdig, die auf dem Vorgänger das Gros an musikalischer Extremität ausmachte und den Rest beinahe zum schmückenden Beiwerk verkommen ließ. Von Anfang bis Ende wirkt auf MALEVOLENCE alles durchdachter und mächtiger, die Akaziensträuche werden nicht rücksichtslos gepflückt, vielmehr sind diese -mittlerweile obligatorischen-planetenzerschmetternden Breakdowns das, was Jonathans Organ wirklich perfekt unterstreicht wenn es zur Sache geht. Mit dem Song “Putrification Of The Population” befindet sich sogar ein wirklicher Hit an Bord. Das soll nicht heissen, dass das Album sonst nichts zu bieten hat, sondern vielmehr, dass dieser Song eine klare Melodie besitzt, die langfristig im Kopf bleibt. Ähnlich wie “Now You're Going To Be Famous” vom Vorgänger. Und es ist der abwechslungsreichste Song des Albums. Das Mittelteil von “Extermination Process” ist allerdings auch nicht zu verachten, hat es doch einen sehr atmosphärischen Part zu bieten, unterlegt mit einem langsamen, schwerfälligen Breakdown und zu Beginn mit hypnotischer Gitarre.

Kurz vor Ende werden auch noch die Würfel geworfen im gleichnamigen Instrumental, welches sich als sehr treibend herausstellt und noch eine kurze Verschnaufpause gewährt bis es im letzten Track “Fractures” noch ein letzes Mal in die Vollen geht mit der bekannten Portion Brachialität und zuweilen etwas NILE in der Gitarre. Ein gelungener Abschluss für ein gelungenes Album, welches dem bisherigen Schaffen in nichts nachsteht und I DECLARE WAR nun möglicherweise etwas bekannter werden lässt.

Tracklist:
01. Malevolence
02. New Age Holocaust
03. Federal Death Alliance
04. Conformed To Fiction
05. Extermination Process
06. Damnation: Enslavement
07. Predetermined Path
08. Infinite Corruption
09. Putrification Of The Population
10. Alea Iacta Est
11. Fractures

Alte Kommentare

von Bumsgeburt 17.07.2010 16:12

definitv ein sehr gutes album. für mich das bisher beste deathcore release dieses jahres!

von Deathinteresse 17.07.2010 22:47

ne, kann ich nicht mitgehen.. mag die band eigentlich aber fand das album ziemlich langweilig whitechapel und and hell followed with werden nicht (mehr) getoppt

von Enno 18.07.2010 11:39

Schrecklich belanglos und künstlich. Da steckt keine Seele drin.

von Thomar 18.07.2010 12:44

@ Enno ist doch bei Deathcore nichts ungewöhnliches...

von Arndt 14.08.2010 22:23

suicide silence und konsorten können einpacken!

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Ian

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