Plattenkritik

In December - In December

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Release Date: 27.03.2010
Datum Review: 30.04.2010

In December - In December

 

Eines wird sofort deutlich: IN DECEMBER verweigern Schubladendenken. So ist ihre selbstbetitelte EP wieder ein Paradebeispiel für Stilvielfalt im deutschen Metalcore-Dschungel, wobei auch Metalcore die Arbeit der 5 Herren aus Bad Hönningen nicht treffend beschreibt. Latent bohrt sich immer wieder der NWOBHM durch die sehr alternativ angehauchte EP, doppelte Gitarrenleads à la IRON MAIDEN scheint es IN DECEMBER angetan zu haben. Aber auch moderne Vertreter wie ATREYU schimmern immer wieder durch die technisch gute Wiedergabe, vor allem der abwechslungsreiche, alle Bandbreiten durchstöbernde Gesang trifft oft den Nerv der Metalcore Megaseller. Im Vergleich zur letzten EP "E.A.R.T.H." ist auch eine Verbesserung im Klargesang eingetreten, die die Professionalität der Band erahnen lässt, nichts dem Zufall zu überlassen, sondern an sich zu arbeiten. IN DECEMBER gehen sehr intelligent und verspielt vor, bauen einige Überraschungen in Form von Tempiwechseln oder Spannungsbögen ein, sind in die eher mildere Schiene der modern agierenden Bands einzuordnen und machen ihre Sache insgesamt mehr als ordentlich. Es bleibt abschließend nur eine Frage offen: Wann nimmt sich endlich ein Label dieser talentierten Band an?

Tracklist:
1. Salvation Calling
2. From Darkness Into Light
3. With Hearts On Fire
4. This Oath
5. From Persistence
6. Final Story

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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