Plattenkritik

In Fear And Faith - Symphonies EP

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Release Date: 03.05.2011
Datum Review: 07.05.2011

In Fear And Faith - Symphonies EP

 

"We took a chance, pursued something that hasn't been done". Kann man als selling point so stehen lassen. IN FEAR AND FAITH haben also die Kreativiät mit Löffeln gefressen und sind überzeugt davon, dass die Idee hinter "Symphonies" etwas Eigenständiges und Besonderes bietet. Zur Erklärung: Die EP enthält 6 Songs aus älterer IFAF-Feder, die allesamt "orchestral" über- oder bearbeitet wurden und jeweils mit Gastgesang versehen durch den Rerelease-Wolf gedreht werden. Die Band aus dem sonnigen San Diego konnte dafür immerhin Craig Owens (ex-Chiodos, D.R.U.G.S.) oder Caleb Shomo (Attack! Attack!) rekrutieren, die ihre Stimmen für die "bahnbrechenden" Neuversionen (nochmals) beisteuerten. "Symphonies" beginnt nach kurzer Introprozedur eher gähnend mit "Bones", ursprünglich auf der "Imperial"-LP zu finden. Klaviergeplänkel und eher synthetische Keyboard- und Streichersounds überliegen dem vorgestellten Konzept, dass auf wirkliche klassische Klänge und räumliche Instrumentierungen hoffen lässt. Runde zwei: "The High Life" nervt mit elektronischen Drumsamples und klingt wie ein wiederkehrendes Interlude einer wahllosen gegenwärtigen US-Rockscheibe.
Klar können die cleanen und geschrienen Vocals auch mit Violinengetöse und symphonischem Hall die Kurve kriegen, aber mehr als eine mittlere Remixversion vorhandener Stücke (ohne allzu viel Herz und Idee) nimmt man den Kaliforniern auf ihrem Werk nicht ab. IN FEAR AND FAITH verkaufen uns den Kaugummiautomatenring als teuren Klunker. "The Solitary Life" und "Silence Is Screaming" fügen sich schlicht dem Rest, sowohl vom produzierten als auch vom klanglichen Hintergrund. Netter Plan, mässige Ausführung. Nur für die Die-Hard-Fraktion, die ohne IN FEAR AND FAITH, Chiodos oder Konsorten nicht einschlafen kann. Dann doch lieber mit Schweiß, E-Gitarren und Verstärker.

Tracklist:

1. Novus Initium
2. Bones (ft. Nick Martin)
3. The High Life
4. Taste Of Regret (ft. Tyler "Telle" Smith)
5. The Solitary Life (ft. Caleb Shomo)
6. The Road To Hell Is Paved With Good Intentions (ft. Craig Owens)
7. Silence Is Screaming

Alte Kommentare

von dude 08.05.2011 11:49

in fear and faith finde ich persönlich ziemlich klasse. rise records / tragic hero outputs liegen mir auch, auch wenn ich nicht alles abfeier, da hier teilweise ein klon nach dem anderen gesigned wird. diese ep ist für meinen geschmack aber wirklich ein belangloses unterfangen der besonderen art. ich find sie wirklich einfach nur langweilig und kann nicht verstehen, warum man sowas released?

von @dude 09.05.2011 22:25

völlig richtig! Um so etwas zu realisieren, muss man schon etwas mehr zu bieten haben. Hinsichtlich der Rise/Tragic Hero Bands muß ich leider sagen, dass mir die letzten Releases fast alle nicht mehr gefallen, da wirklich Null Abwechslung. Schon fast nervig, wie ähnlich sich diese ganzen Ten after Two, This romantic Tragedy, Lions!Tigers!Bears, The Plot in you etc. sind. Kreativ unverständlich, vielleicht finanziell rentabel, aber mal ganz ehrlich: Wer kauft so viele Clones ? Ich habe ne Schwäche für Sleeping with Sirens, aber das wars leider auch schon. Wie cool fand ich Rise, als die ersten Drop Dead Gorg., Dance Gavin Dance oder Emarosa erschienen. Naja, vielleicht sehen es nicht alle so.

von Killer Kirsche 12.05.2011 20:45

die wollen mit der scheiß ep doch nur geld verdienen xD ich fand es ja bereits merkwürdig, das in fear and faith 2009 und 2010 ein album rausbrachten. das '10 album finde ich qualitativ auch nicht ganz so gut obwohl ich die band ansonsten recht gerne höre. naja, es stimmt zwar, das die früheren releases von ddg, dgd und emarosa aufregender waren aber auch die neuen bands höre cih allesamt recht gerne. wer ten after two mit the plot in you vergleicht, hat sie zu dem nicht alle :D auch this romantic tragedy klingen nicht wie die anderen beiden bands xD und sleeping with sirens fallen mit ihrem hochsingendem sänger eh aus dem rahmen. alles in allem fand ich sleeping with sirens nicht direkt am besten aber von an allen releases am spannendsten.

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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