Plattenkritik

Innocence - Random Noise Company

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Release Date: 01.11.2007
Datum Review: 14.03.2008

Innocence - Random Noise Company

 

Duellierende Leadgitarren wie bei IRON MAIDEN, das Riffing wie bei AT THE GATES, die fiese Stimme kämpft mit der guten Stimme und natürlich ein Breakdown nach dem anderen. Diesen heutzutage schon fast typischen Sound junger Bands spielen INNOCENCE gerade n i c h t! Die Band aus Kevelaer, die seit 2000 existiert, hat sich in die Musiksparte "Alternative Metal" eingeordnet. Und das ist ihr mit der EP "Random Noise Company" erfrischend gut gelungen. Der Stil setzt sich in der Tat aus den zwei Komponenten "Alternativ" und "Metal" zusammen.

Abwechslungsreiche Songs, deren Grundgerüst aus griffigen Thrash Metal besteht, preschen mit Energie und Ideenreichtum bissig voran. Die 8 Tracks der vorliegenden EP machen deutlich, dass es doch noch junge Bands abseits des Metalcores in Deutschland zu geben scheint, die die Traute haben, mal gegen den Strom zu schwimmen. Auffallend sind die mehrstimmigen Vocals von Sascha Behr und Björn Seerden, die fast schon duellierend die Bandbreite zwischen Klargesang, Screams, Shouts und Growling ausfüllen. Nicht verschwiegen werden soll allerdings die Tatsache, dass die beiden Sänger streckenweise ein wenig zu wild und ungestüm vorgehen und den musikalischen Ergüssen nicht genug Platz zur Entfaltung lassen. Streckenweise sind sie aber verdammt gut aufeinander abgestimmt und äußerst songdienlich, als Beispiel dafür sei der kleine Hit "Tell Me Mirror" genannt. Auch ein wenig Kritik sei am sehr dünnen und etwas verwaschenen Sound (nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn...) sowie der streckenweise Überladung der Songs (vor allem die ersten drei Tracks sind gemeint, die zweite Hälfte ist deutlich besser) erlaubt.

Letztendlich ist INNOCENCE und "Random Noise Company" meine Empfehlung an all die, die auf der Suche nach frischen, frechen und eigenständigen Metal Made in Germany sind.

Tracklist:
1. Step Down
2. Human Debris
3. When dreams collide
4. Tell me mirror
5. Serenade of Hate
6. Storms of Delusion
7. Romance
8. Random Noise Company

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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