Plattenkritik

Iron Walrus - Insidious Black Sea

Redaktions-Rating

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Release Date: 11.04.2014
Datum Review: 29.05.2014

Iron Walrus - Insidious Black Sea

 

Langsam und schwermütig starten IRON WALRUS mit „Sleep“ auf ihrem Album“Insidious Black Sea“. Aber gut, auch wenn man wohl keine wirkliche musikalische Assoziation zu einem eisernen Walroß haben mag, so sind diese Eigenschaften dann wohl doch auch ganz treffend. Relativ minimalistisch was den Aufbau und die Struktur der Riffs bzw. der Songs betrifft, aber in Summe dann doch ein ziemliche massiver und kraftvoller Doom-Sludge Mix, den uns die Jungs aus Osnabrück hier präsentieren. „Erdbeermund“ ist an Nummer 3 gesetzt und ein 6 minütiger durchgeknallter Bastard, welcher einen mit Samples von Klaus Kinski versucht in den Wahnsinn zu treiben und irgendwie ist man nach den letzten Tönen des Songs fast froh aus den Fängen des „Erdbeermunds“ nochmal entkommen zu sein. IRON WALRUS sind mit Mitgliedern von DAMPFMASCHINE, BROTHER LOVE KAIN, AGGRESSIVE AGE, ATOMIC PEAT, PANZERHÖLLE und GOOD WITCH OF THE SOUTH alles andere als Anfänger und zugegebenermaßen hört man das den wuchtigen Songs auch durchaus an. Das Vorhaben zu beweisen, dass „...nicht alles was derbe auf die Glocke geht, aus Skandinavien oder den USA kommen muss...“ haben IRON WALRUS mit „Insidious Black Sea“ mehr als nur erfüllt. Ankreiden könnte man den Jungs, dass innerhalb der einzelnen Songs relativ wenig Überraschungsmomente zu finden sind, auch wenn das sicherlich irgendwie dem Stil und der Reduzierung auf das Wesentliche geschuldet ist. Hier geht es in erster Linie darum mächtig zu rocken, zu grooven und den Hörer langsam aber sicher an die Wand zu drücken. Das ist IRON WALRUS auf alle Fälle gelungen.

Trackliste:
1. Sleep
2. Get Murdered
3. Erdbeermund
4. Minds
5. You
6. Missing Times
7. Heat

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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