Plattenkritik

Job For A Cowboy - Genesis

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 21.05.2007
Datum Review: 27.05.2007

Job For A Cowboy - Genesis

 

Dies ist das Gesicht einer neuen U.S. amerikanischen ‚Schöpfung’: „Genesis“, ein abartiger Hybrid aus Grind und Death, der technisch anspruchsvoll und mit Atmosphäre aufwartet. Die fünf Cowboys aus Arizona konnten durch Networks wie MySpace im Jahre 2006 mit nur vier Onlinesongs auf Tour gehen und erfreuten sich innerhalb kürzester Zeit großer Aufmerksamkeit und das nicht zu Unrecht. „Genesis“ beinhaltet zehn Songs, die sich durch alle Klischees oben genannter Stilrichtungen kämpfen, ohne verkrampft und desorientiert zu wirken. Blastbeats, Midtempiparts und die typisch disharmonischen Gitarren geben sich die Hände und bitten auf dem ersten Album der Band zum Tanz. Nach der erfolgreichen EP „Doom“ schaffen es die Revolverhelden dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen und maximieren ihre Fertigkeiten und das Endprodukt ist ein homogen, teilweise etwas zu eingängig klingendes, aber rockendes Stück Metal. Von dem Doom angehauchten, beinahe balladesken ‚The Divine Falsehood’ bis hin zu dem Berserker Opener ‚Bearing The Serpents Lamb’ eine Platte, die sich jeder Fan von neu ausgerichtetem Metal, wie THE BLACK DAHLIA MURDER, MISERY INDEX und WILLSCHREY, aber auch der alten Riege SUFFOCATION, MALEVOLENT CREATION oder CANNIBAL CORPSE, zulegen sollte.

Der Sound wurde von Cory Spotts und dem Grammy Gewinner Andy Sneap gemixt, der auch schon die kreativen Ergüsse von OPETH oder MEGADETH vor die Regler bekam. Das heißt wir haben es hier mit einem tiefen, aber keineswegs komprimierten Sound zu tun. Die Gitarren sind wuchtig und fett, aber weder übersteuern sie bei höherer Lautstärke, noch sprengen sie die Boxen, sodass am Ende nur noch undefinierbarer Soundmatsch aus den Speakern kommt. Definitiv druckvoll auch der Bass. Das Drumkit wurde etwas flacher gemischt und gibt dem Tieftöner Platz sich im unteren Schwingungsbereich auszutoben. Das Schlagzeug besitzt dennoch Drive, ohne dass die Doublebass zu laut nach vorne gemischt wurde, wie es bei neueren Alben teilweise der Fall sein kann.

Das technische Können der Band ist gut, aber nicht überraschend umwerfend, wie beispielsweise CC, TDM oder TEARS OF DECAY. Diese Bands sind nicht nur streckenweise rhythmisch schneller, sondern auch noch eine Spur abwechslungsreicher. Doch es ist erst das Debüt der Kuhjungen und dafür sind schon verdammt sattelfest.
Was meiner Meinung nach JOB FOR A COWBOY fehlt, ist ein Hit auf dem Album. Ein Song, der unter allen anderen hervorsticht und sich an die Spitze setzt und das Leittier in der Herde wird. Ein Stück was dafür vielleicht in Frage käme das Zugpferd zu mimen, wäre ‚Martyrdom Unsealed’, da dieses Lied grob alles in 2:33 Minuten bietet, was man von dem Album erwarten kann. Was mir gut gefiel ist die Stimme von Johnny. Sie ist tief, hat einen guten Klang und erinnert an Glen Benton von DEICIDE. Johnny kann die Worte seiner Texte in verhältnismäßig zügiger Lautstärke abspulen und trotzdem verständlich artikulieren. Der Soundtrack zu dem Tex-Hex gegen Marshall Bravestarr reiten würde.


Tracklist
1. Bearing the serpents lamb
2. Reduced to mere filth
3. Altered from catechization
4. Upheaval
5. Embedded
6. Strings of hypocrisy
7. Martydom Unsealed
8. Blasphemy
9. The divine Falsehood
10. Coalescing prophecy

Alte Kommentare

von Luke TAR 27.05.2007 12:24

Super Review! So müssten die immer sein, schon präzise auf den Punkt gebracht was da los ist, Stärken und Schwächen etc. Nunja, Schwächen sind bei dieser Band wohl eher Mangelware... Hab sie in der Matrix gesehn und sie haben mich auf ganzer Linie überzeugt, das neue Material war auch echt cool, war aber natürlich live nicht soooo der Bringer wie die neuen Sachen, aber insgesamt: kein Einheitsbrei, an manchen Stellen schön vertrackt und kompliziert, lustig (ja!) und insgesamt wohl mal ein Metal Blade Release was man nicht hinter das Poster von As I Lay Dying oder Unearth kleben muss als... \"Nett versucht, aber nicht geschaft ranzukommen...\" Das Ganze klingt aber sehr vielversprechend!

von MUnkvayne [MEISTAAAAA!!!] 27.05.2007 14:40

zwar net mehr so \"verrückt\" wie die doom ep, is aber dennoch ne richtig gute scheibe geworden. macht spaß. is nur leider entwas kurz geraten das ganze!

von rhg 31.05.2007 18:56

erinnert mich an suffocation oder auch morbid angel. kein bree-bree mehr, dafür aber im gesamtkonzept ein wenig roher :) nichts weltbewegendes, aber solide!

von i r m 01.06.2007 08:28

die doom ep war besser.

von kuhjunge 13.06.2007 10:12

platz 54 in den amerikanischen albumcharts

von FKK 13.06.2007 10:44

@kuhjunge: Gönne ich den Jungs, aber besser wird die Scheibe dadurch auch nicht. Viel besser finde ich die neue MAN MUST DIE: Hammer!!

von kane 13.06.2007 11:33

muss ich FKK zustimmen... gleiche mucke hab ich vor knapp 10 jahren gehört..

von renö 13.06.2007 11:59

unspektakullär und einfahc ma wiedre SOWAS VON ÜBERBEWERTET

von Ollo 13.06.2007 12:16

absolut überbewertet, ich gebe deshalb nur 10 punkte.

von pascal 13.06.2007 12:26

@ollo 10 Punkte sind doch das meiste was man geben kann! Du bist doch der Erste der am Sa in Trier von jfac ein Autogramm will und sein höschen auf die bühne wirft.

von Pascal 13.06.2007 12:32

lol was checkt der ollo denn

von Pete TTR 13.06.2007 13:03

Technisch großartig, verdammt fett produziert und trotzdem ab einem bestimmten Punkt ein bisschen langweilig. Guter Death Metal, aber trotzdem ein wenig überbewertet.

von Tesker 13.06.2007 14:08

absolut belanglos... \"Können\" alleine reicht nicht... gute Ideen müsste man auch noch haben... 3/10

von nima 13.06.2007 18:27

is nich schlecht, aber nach der doom ep hat man von der band echt weider etwas, was man \"groundbreaking\" nennt erwartet! aber das kam eher net...naja hört DESPISED ICON das neue album is mal weider BÄM

von itchy 16.06.2007 15:10

hab die jungs gestern in wiesbaden vor converge gesehen. also live kam das richtig gut rübe. sicher hat man das schon alles irgendwo schon ma gehört, aber die songs kamen präzise und gut rüber. und für ne anscheinend noch junge band beachtlich.

von Manuel 17.06.2007 13:50

Das Album kann auf gar keinen Fall mit der Doom Ep mithalten. Das Album selbst kann man sich schon recht gut anhören, nur erreicht es halt nicht die Qualität des Vorgängers. Und live haben die mich bis jetzt noch nicht wirklich überzeugt. Vor allem der Sänger wirkt immer so lustlos.

von itchy 17.06.2007 20:46

ach jo, geht eigentlich. der sänger tut halt das, was er muss, gröhlen :D nee im ernst. kann sein, dass er vielleicht lustlos dahinsteht, aber aufm konzert hats mir jetzt nich so den anschein gehabt. aber is halt alles ansichtsache.

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Linc

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Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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