Plattenkritik

Jucifer - If Thine Enemy Hunger

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Release Date: 08.09.2006
Datum Review: 11.09.2006

Jucifer - If Thine Enemy Hunger

 

Das Einflussreiche Duo JUCIFER kehrt zurück. Gitarristin und Sängerin G. Amber Valentine sowie Drummer G. Edgar Livengood hinterlassen seit 1993 ihre noisigen Spuren in allen möglichen Genregefilden und bleiben dabei stets ein Garant für die eine oder andere Überraschung. Mit "If Thine Enemy Hunger" erscheint nun ein weiteres JUCIFER Album via Relapse Records.

Nach wievor loten die beiden Musiker musikalische Grenzen aus schaffen dabei noisige Klangwelten die zum einen unglaublich monströs und sperrig anmuten und zeitgleich erstaunlich fragil und zerbrechlich wirken. JUCIFER liefern doomige Endlosriff-Montagen, die dem Zuhörer beklemmende Schauer über den Rücken huschen lassen und die zumeist clean gehaltene Stimme von Amber Valentine komplettiert das düstere Spektakel. Wer braucht hier schon einen Bass, wenn das Duett sich gegenseitig in Extase schaukelt. Mit zunehmendem Fortschreiten des Albums scheinen sich die anfangs noch vorhandenen Songstrukturen zunehmend aufzulösen und das musikalische Treiben ufert in einen kakophonischen Moloch, dem man nur noch schwer entrinnen kann. Kleinere Höhepunkte kristallisieren sich heraus, wenn JUCIFER das Tempo anziehen, punkigere Klänge Einzug erhalten und Amber eher ins Schreien übergeht. Letztendlich kreieren JUCIFER mit ihrem jüngsten Output einen ziemlich schwer verdaulichen Brocken, der vor allem Fans begeistern sollte mir persönlich jedoch ein wenig zu uferlos ausfällt.

Tracks:
1. She tides the deep
2. Centralia
3. Lucky ones burn
4. Hennin hardline
5. Antieteam
6. My benefactor
7. Four suns
8. Pontius of palia
9. Backslider
10. Luchamos
11. Ludlow
12. The plastic museum
13. In a amily way
14. Medicated
15. Led

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Torben

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Allschools Chef

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