Plattenkritik

Jungle Rot - Kill On Command

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Release Date: 21.06.2011
Datum Review: 14.06.2011

Jungle Rot - Kill On Command

 

Auf Victory ist kein Verlass mehr. Erst serviert uns das amerikanische Label Scheuklappen Heulsusenmusik, dann holen sie verstärkt Christen in ihr Roster und jetzt kommen auf einmal die blutrünstigen Death Metal Bands. Vor kurzem kreisten noch PATHOLOGY ihren Schädel, nun zerschneiden JUNGLE ROT mit ihrem Old School Gemetzel Gedärme. „Kill On Command“ heißt das siebte Album der Band aus Wisconsin, und neben der ständigen Labelwechselei dreht sich beim Quintett auch ratierlich das Band-Karussell.

Ton angebend ist wie eh und je Gründer/Sänger/Gitarrist Dave Matrise, dessen Growling zum Besten gehört, was der amerikanische Todesblei seit 1994 (Gründungsdatum der Band) zu bieten hat. Mit Spannung durfte erwartet werden, ob die Qualität an die beiden Top-Releases „Skin The Living“ (Debüt) und vor allem „Slaughter The Weak“ (zweites Album) anknüpfen kann, und als Ergebnis muss „nur bedingt“ festgeschrieben werden.

Denn JUNGLE ROT (der Begriff stammt aus dem Vietnam Krieg, da vielen Soldaten wegen der Feuchtigkeit von unten die Füße wegfaulten…) nahmen im Gegensatz zum guten Vorgänger „What Horrors Await“ eine leichte Kurskorrektur vor und wurden wieder ein wenig ausladender und abwechslungsreicher. Bei einigen Breakdowns biedern sich die Mannen sogar am modernen Hardcore an, so dass „Kill On Command“ nicht ganz so angestaubt klingt wie einige Vorgängeralben. Dennoch schafft es das Songwriting nicht, dauerhaft für spannungsgeladenen Groove zu sorgen, letzterer ist und bleibt Trademark der Band und zusammen mit SKINLESS waren sie mal amerikanischer Death Metal Meister darin.

Sattes, tiefer gelegtes Donnerwetter Riffing vermengt sich mit vielen stampfenden und im Up-Tempo gehaltenen Parts, hier und da gesellt sich auch mal ein Blast Pärtchen und ein (zugegeben: schlecht gespieltes) Gitarrensoli im Repertoire. Aber bekannt wurden die Amerikaner vor allem durch ihre standardisierte Kost, die wegen ihrer Reichhaltigkeit an Nackenmuskulatur Reizungen für Spiel, Spaß und Spannung gesorgt haben (Referenz: SIX FEET UNDER). Davon ist auf „Kill On Command“ nur bruchstückhaft etwas zu erkennen, hier und da regiert leider gut gespielte Langeweile.

Tracklist:
01. Their Finest Hour
02. Blood Ties
03. Rise Up & Revolt
04. Kill On Command
05. Demoralized
06. Push Comes To Shove
07. I Predict A Riot
08. No Mercy (From The Merciless)
09. Born Of Contagion
10. Life Negated

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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