Plattenkritik

KYPCK - Cherno

Redaktions-Rating

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Release Date: 18.07.2008
Datum Review: 13.07.2008

 

Im Zeitalter der Globalisierung und der Schnelllebigkeit müssen sich Bands etwas einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Daher hatten KYPCK (gesprochen Kursk…da war doch etwas…richtig, havariertes russischen Atom-U-Boot) die grandiose Idee, russisch über die Geschichte Russlands zu singen. Obwohl sie aus Finnland kommen. Und das fruchtetet grandios, denn Century Media schlugen zu und verschafften der Band einen Deal für Europa. Aber sie hätten sich vorher vielleicht die Songs anhören sollen, denn der Doom Metal der Band um den ehemaligen SENTENCED-Gitarristen Sami Lopakka ist völlig unspektakulär. Da können auch die russisch vorgetragenen, sehr charismatischen Vocals von Erkki Seppänen (DREAMTALE) nicht über das Dilemma hinwegtäuschen, dass hier Doom-Atmosphäre und Doom-Intensität nur vordergründig abgegrast wurden. Das ein oder andere Riff der bodentief gestimmten Gitarren geht in Ordnung, wird aber durch den russischen Gesang wieder in den Hintergrund gerückt. Dieser stellt sich als zu aufgesetzt und zu konstruiert heraus. Letztendlich sind die Songs viel zu langatmig, erzeugen keine Spannung und transportieren wenig Gefühle.

„Cherno“ ist nur ein netter Versuch, Aufmerksamkeit in der überfluteten Metallandschaft zu erhaschen. Aber als gutes Doom-Album wird es nicht in die Analen eingehen.

Tracklist:
1. Gidrolokator (Depth finder)
2. Rozhdestvo v Murmanske (Christmas in Murmansk)
3. Predatel (Traitor)
4. 1917
5. Chernaya Dyra (The black hole)
6. Stalingrad
7. Ne prosti (Do not forgive)
8. Ocherednye (The usual)
9. Odin den iz zhizni Yegora Kuznetsova (One day in the life of
10. Demon

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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