Plattenkritik

Kells - Anachromie

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Release Date: 20.01.2012
Datum Review: 10.01.2012

Kells - Anachromie

 

Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, denn nun schickt man auch aus Frankreich einen „viel versprechenden“ MODERN METAL-Act in die weite Welt hinaus, um das Musikbusiness aufzumischen. Natürlich wird auch dieser von einer reizenden Schönheit angeführt und auch wieder vertont man mit Hilfe melodischer Metalklänge die alte Geschichte von der Schönen und dem Biest.

Die Rede ist von den Franzosen KELLS, die in ihrer Heimat bereits als etablierter „Main-Act“ zu der nationalen Musikszene zählen. Ihr Debüt „Gaia“, welches im Jahre 2005 veröffentlicht wurde, erntete landesweit großen Zuspruch und bescherte der Band Support-Slots bei Größen wie APOCALYPTICA, CRADLE OF FILTH oder EPICA. Mit dem bereits dritten Longplayer „Anachromie“ versucht das Quartett sich nun, diesen Erfolg auch über die Landesgrenzen zu erspielen.
In eine Top Produktion gehüllt, kann man natürlich nicht abstreiten, dass KELLS auf ihren fünfzehn Tracks, welche bis auf zwei Ausnahmen in französisch vorgetragen werden, ziemlich abgebrüht versuchen, dem Hörer ihre „Hits“ in die Ohren zu pflanzen. Dabei übertreten sie die popige Schamgrenze öfter, als die Konkurrenz von LACUNA COIL, agieren mit ihren Gitarren aber dafür ein wenig frischer und entwickeln so Parallelen zu den Amis von IN THIS MOMENT. Dabei zeigt sich Sängerin Virginie Goncalves genauso ungehalten und brüllt in FLYLEAF- Manier auch gerne mal aggressiv ins Mikro. Sicherlich findet man auch im Sound von KELLS den Hauch einer eigenen Identität. Sei es in der bereits erwähnten „jugendlichen Frische“, wie man hier Härte und Melodie in Szene setzt, oder in den dezent eingesetzten orientalischen Einflüssen.
Alles in allem muss man aber sagen, dass auch die Franzosen wie ein Produkt eines spekulierenden Apparates klingen, der hier den nächsten großen Coup versucht.

Tracklist
1. Bleu
2. Se Taire
3. Illusion D'une Aire
4. L'heure Que Le Temps Va Figer
5. L'asphalte
6. Emmurés
7. Quelque Part
8. Le manège déchanté
9. Cristal
10. Addictions
11. L'Autre Rive
12. Nuances
13. L'écho
14. Furytale
15. On My Fate

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Mulder

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