Plattenkritik

Killwhitneydead - Nothing Less Nothing More

Redaktions-Rating

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Release Date: 05.06.2007
Datum Review: 10.09.2007

Killwhitneydead - Nothing Less Nothing More

 

Ich bin immer auf der Suche nach Bands, die sich aus dem üblichen Metalcore-Brei, der mittlerweile sehr zäh geworden ist, abheben und irgendwie anders als der Rest klingen. Da bin ich zufällig auf diese Truppe aus North Carolina gestoßen. Wenn man sich das Cover ansieht, kann nachvollzogen werden, warum ich mir gerade diese Scheibe anhörte.....Wobei ich zugeben muss, dass ich zunächst an Emocore oder Screamo dachte, als ich mir die beiden Frauen so angeschaut habe. Aber dann kam alles ganz, ganz anders:

KILLWHITNEYDEAD spielen absolut tight runtergezockten Deathcore, den man sich als (ich zitiere) „Death Metal Version eines Tarantino Soundtracks vorstellen kann“. Einzigartig macht „Nothing Less Nothing More“ die permanent eingestreuten Samples, die aus dem Horrorfilmbereich aber auch aus Serien wie Battlestar Galactica kommen. Gerade diese Samples fügen sich so dermaßen genial in das Gesamtbild des Albums ein, dass sie als wichtiger Bestandteil gleichberechtigt zur restlichen Musik stehen. Und der Rest der Musik ist richtig gut gemachter Deathcore. Tight gezockt, teilweise wird ordentlich aufs Gaspedal getreten, manchmal wird im Midtempo alles niedergewalzt, was im Weg steht. Ab und zu werden Cleangesang und Gitarrensoli eingestreut. Sogar Elemente des Power/True Metals „Stop Crying Start Dying“ werden auf diesem Album aufgegriffen. Und immer wieder diese absolut treffsicheren Samples. Irgendwann, so nach 4-5 Tracks, weiß man eigentlich nicht mehr, ob es sich um ein Samples handelt oder ob real gespielt wurde.......Furiose Gitarrenarbeit, ein Tier hinter den Drums und ein geiler Sänger machen „Nothing Less Nothing More“ in meinen Augen zu einem Lichtblick am Metalcore-Horizont. Und zum Abschluss als Abschuss gibt es das intensivste Tainted Love-Cover, dass ich je gehört habe. Die Produktion ist im Übrigen von Jamie King, der dem Ganzen einen druckvollen und einfach perfekten Sound verpasste. Für mich zeigen KILLWHITNEYDEAD auf ihrem vierten Album, dass es doch noch Trends und Vorreiter im Metalcore gibt. Hut ab und Feuer frei...

Tracklist:

1. Words Don't Last Forever Your Wounds Will
2. Just When You Thought I Was Listening
3. Time to Teach Her a Lesson Called "Replaceable"
4. Put a Sock in It
5. Skip the Break Up Get to the Make Up
6. (Here's an Idea) How About More of Me & Less of You
7. White Trash But Worth Every Cent
8. Losing Weight & Looking Great
9. Maybe Death Is a Gift
10. If Only My Eyes Were Loaded
11. You Getting Boom Boom with the Bridesmaids?
12. Stop Crying Just Start Dying
13. Funny Enough It Sounds Just Like Tainted Love [7" Single Version]

Alte Kommentare

von Marit | allschools 10.09.2007 23:13

da schließ ich mich an, die platte ist echt fett..

von Christoph Schwarze 11.09.2007 03:09

... aber wesentlich schlechter als der Vorgänger

von ian [ttr] 11.09.2007 18:06

finds ganz ok. kommt nicht ganz an die "what you deserve" ran aber macht schon bock. zudem ist die stimme noch nen zacken derber als vorher. klingt aber immernoch stark nach dez in meinen ohren. mit den samples ist es auch ganz lustig gemacht. graf orlock oder dr. acula bleiben aber unerreicht. trotzdem akzeptable scheibe.

von blake schwarzenbach 11.09.2007 18:54

natürlich gibts noch trends im metalcore. eigentlich doch nichts anderes als trends und gelegentlich mal einen lichtblick, den man dann aber doch in nem anderen genre verorten sollte. metalcore, hahahaa.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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