Plattenkritik

LIMB - Terminal

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 11.09.2015
Datum Review: 03.08.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. Three Snake Leaves
02. Ghost Dance
03. Micromegas
04. Dawn Raiders
05. Spoils Of A Portrait King
06. Down By The Banks
07. Sleepwalkers
08. Mortuary Teeth
09. Cocytus

Band Mitglieder

 

Rob Hoey - Vocals
Sam Cooper - Bass
Tom Mowforth - Drums
Pat Pask - Guitar

LIMB - Terminal

 

LIMB sind zu viert, kleckern absichtlich und gehen als Letze ins Bett. Mit "Terminal" liefern die Londoner den Soundtrack zur Endzeitparty, auf der MASTODON ebenso auf der Gästeliste stehen wie LEMMY und die CANCER BATS . 
 
Nach ihrem Debütalbum lenken Rob Hoey, Sam Cooper und Pat Pask neuerdings zusammen mit einem weiteren Geladenen - nämlich UNCLE ACID & THE DEADBEATS´ehemaligem Drummer Tom Mowforth das Öl ins Feuer. "Terminal" stampft und grollt und trägt Bart und Kutte durch die apokalytische Wüste. "Ghost Dance" ist fett triefender Sludgerock mit Doom- und Stonerpartikeln, "Micromegas" liefert ein groovendes Riff, was tiefer kaum hängen könnte. Zu der grimmingen Stimme Hoeys allerdings passt auch der anfänglich noch gesetzte, später dann strotzende Hardrock von "Dawn Raiders". LIMB haben weniger die zerrenden als die losgetretenen Momente des Genres verinnerlicht, gepaart mit dem stetigen Blick nach vorne und futuristisch-wahnsinnigen Inhalten stopft "Terminal" nicht nur vorrübergehend. "Down By The Banks" prostet MOTÖRHEAD in abgeschnittener Jeansweste zu, allenfalls das hin und wieder leicht monoton röhrende Organ lässt die Engländer gelegentlich auf die mittlere Spur zurücksacken.
Statt galligem Geschrei zählt auf "Terminal" nun mehr Seele und Melodie, erinnert erst an GOATSNAKE, rastet dann mit "Mortuary Teeth" nochmal  brachial aus und mündet letztlich im vermürbenden Neunminüter "Cocytus". Hier werden Vorbilder und Einflüsse beinahe nochmal namentlich gelistet, bevor das stoische End-Riff vom Spacemetal-Batallion begraben wird. Schön ist, dass "Terminal" kontinuierlich auf statt mit der Welle schwimmt. Die neun Songs lassen lieber auf Punk- und Hardcorevergangenheit tippen, als sich bekifft in angestregten Soli zu verirren. Wohin LIMB sich drehen und wenden, die Zerstörung muss mit. Denn aus der düsteren apokalytischen Wüste, die die Briten hier eindrucksvoll durchschreiten, hat man einfach einen besseren Blick ins All.
 
 

Autor

Bild Autor

Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

Suche

Social Media