Plattenkritik

Liars - Liars

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Release Date: 17.08.2007
Datum Review: 30.08.2007

 

Wie verrückt ist das denn: die LIARS machen auf �normal�. Noch weiter gedacht kann man den New Yorker Avantgarde Post Punks mit ihrem vierten Album fast so etwas wie geistige Gesundheit nachweisen. Zeter und Mordio. Was ist nur schief gelaufen? Wurden die Pillen abgesetzt? Der Arzt gewechselt? Wo ist die Irrsinnigkeit eines Konzepts geblieben, das sich so wohl nur kettenrauchende Schimpansen auf Crack ausgedacht haben könnten?

Aber Moment. Von Normalität im LIARS Universum zu sprechen kommt Blasphemie gleich und Entwarnung: die LIARS sind immer noch komisch drauf, und nur kettenrauchende Schimpansen auf Crack dürfte der neue Output nicht überraschen, ja sogar zutiefst erfreuen. Nach Experimenten mit zwei Drumkits und der Walpurgisnacht, liefern die LIARS das vielleicht konventionellste Album ihrer Karriere ab, und begeistern mit diesem eher unerwarteten Schritt auf ganzer Linie. Im Mittelpunkt steht mal wieder der Rhythmus, der magische Beat. Das hat BJÖRK ähnlich von �Volta� behauptet, der Star war dann aber doch �nur� BJÖRK. Die LIARS aber scheinen ernst zu machen. Es wird zu ravig/wavigem Dance Punk gestampft (�Plaster Clasts Of Everything�), im Low Rider geshuffelt (�Houseclouds�) oder einfach vertrackt für Verwirrung gesorgt (�Pure Unevil�). Zwar kommen auch kleinere Soundexperimente im beängstigenden �Leather Prowler� nicht zu kurz, doch eingebettet in den catchy Kontext eines �Clear Island� verstärkt das nur die enorme Triebkraft des Album. Zumindest dem Gerücht die LIARS seien anstrengend wirkt das vierte Album entgegen. Trotz BLOOD BROTHERS Gitarrengefrickel und bratziger Elektronik wird der Beat nie aus den Augen und Ohren gelassen. Durch die Nacht mit den LIARS? Aber gerne doch.

Tracklist:

1. Plaster Casts Of Everything
2. Houseclouds
3. Leather Prowler
4. Sailing To Byzantinum
5. What Would They Know
6. Cycle Time
7. Freak Out
8. Pure Unevil
9. Clear Island
10. The Dumb In The Rain
11. Protection

Alte Kommentare

von he 30.08.2007 13:47

"mute" records heißt das label, dit album heißt einfach "liars"

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Dennis

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