Plattenkritik

Lock Up - Necropolis Transparent

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Release Date: 01.07.2011
Datum Review: 29.06.2011

Lock Up - Necropolis Transparent

 

»Es gibt nichts Gutes / außer: Man tut es.« dachten sich LOCK UP und spielten ein neues Album ein. Ihr drittes. Die Deathgrind „Superduper“ Gruppe wurde von Jesse Pintado (R.I.P.), Shane Embury (u. a. NAPALM DEATH) und Nicholas Barker (u. a. CRADLE OF FILTH) gegründet, das 1999‘er Debüt „Pleasures Pave Sewers“ wurde von Peter Tägtgren (HYPOCRISY) eingesungen, seit 2002 und „Hate Breeds Suffering“ ist Tompa Lindberg (u. a. AT THE GATES) an vorderster Front. Für den vor 6 Jahren (wie die Zeit vergeht…) leider viel zu früh verstorbenen Jesse Pintado zieht Anton Reisengger (CRIMINAL) die Saiten auf.

„Necropolis Transparent“ wurde sehr druckvoll von Andy Sneap produziert und ist im Sinne von Jesse komponiert worden („Rage Incarnate Reborn“ und „Vomiting Evil“ hätten auch aus seiner Feder stammen können): Schnell, hart, sehr dynamisch und mit vielen Tempoverschiebungen versehen treiben Anton und Shane ihre Goatherde mit einem nie nach Staub schmeckendem, sondern saufrischen Grindriffing in die Hölle. Dabei ist durch die Verpflichtung des CRIMINAL Masterminds ein wenig mehr Death Metal (als ohnehin schon) in die gute Grindstube gekehrt worden, so dass diese mit Todesmörtel tapeziert und ausgelegt worden ist. Und es darf wohl vornehmlich Hr. Reisenegger zu verdanken sein, dass es zu einigen Ausflügen in Regionen der Thrashberge und Blackseen gekommen ist, so dass dauerhaft für kurzweil gesorgt wurde.

Nick Barker scheint beim Verdreschen des Drumkits an seine Schwiegermutter gedacht haben, denn gerade seine Performance ist ein (wenn nicht sogar „das“) Highlight auf Necropolis Transparent. Aber auch Tompa kann mit seinem gefürchteten (aber in den letzten Jahren quantitativ überstrapazierten) heiseren Bellen jugendliche Nachahmer in ihre Schranken verweisen, insgesamt zeigen die alten Herren wo die Latte im extremen Metal zurzeit hängt. Weiterhin ist über 16. Tracks keine Verschleißerscheinung erhörbar, Grund dafür sind auch einige Schmankerl wie ein abschließ- und zäh fließendes Stampfinstrumental.

Da CRIMINAL zurzeit an einem neuen Album arbeiten und NAPALM DEATH ihres bereits im Kasten haben, kann eigentlich in naher Zukunft im Bereich des Grind/Death/Thrash nichts mehr anbrennen, da auch LOCK UP mit „Necropolis Transparent“ ein den Vorgängern zu jeder Zeit das Schwitzwasser reichende Blastinferno veröffentlichen.

Tracklist:
01. Brethren Of The Pentagram
02. Accelerated Mutation
03. The Embodiment Of Paradox And Chaos
04. Necropolis Transparent
05. Parasite Drama
06. Anvil Of Flesh
07. Rage Incarnate Reborn
08. Unseen Enemy
09. Stygian Reverberations
10. Life Of Devastation
11. Roar Of A Thousand Throats
12. Infiltrate And Destroy
13. Discharge The Fear
14. Vomiting Evil
15. Stigmatyr [Bonus Track]
16. Through The Eyes Of My Shadow Self
17. Tartarus [Instrumental]

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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