Plattenkritik

MARTYRDÖD – List

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Info

Release Date: 25.11.2016
Datum Review: 04.01.2017
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. Overlevaren
02. List
03. Wipeout
04. Oemotstandlig
05. Over pa ett stick
06. Harmagedon
07. Handlost fallen angel
08. Drömtid
09. Intervention
10. Transmission

Band Mitglieder

 

Mikael Kjellman
Pontus Redig
Fredrik Reinedahl
Jens Bäckelin

MARTYRDÖD – List

 

Wer glaubt, im Crust Punk sei seit Jahrzehnten alles gesagt, hat die Rechnung ohne MATYRDÖD gemacht. Mit ihrem sechsten Album demonstrieren die Schweden wieder einmal aufs Neue, dass sie zur aktuellen Speerspitze des Genres gehören.

Gut fünfzehn Jahre zelebrieren MARTYRDÖD nun ihre Leidenschaft für den schwedischen Punkrock. Auch auf ihrer dritten Southern Lord Langrille namens „List“, gibt es wieder den bekannten Mix aus permanenten D-Beats, schwedischen Gitarrenduellen und dem kehligen Gebelle von Gitarrist und Sänger Mikael Kjellman. Mit dem Unterschied, dass man in Punkto Gitarrenarbeit noch gut zwei Portionen an hymnischen Melodien drauf gelegt. Lässt man das straighte Drumming von Jens Bäckelin D-Beat Gekloppe mal außen vor, erreichen MARTYRDÖD auf den zehn neuen Songs ein völlig neues Niveau. Immer geradeaus und charmant direkt, ist es der Mix aus perfektem Songwriting und den heroischen Gitarrenharmonien, der hier den Unterschied zum aktuellen Rest der Szene ausmacht. Als hätten KVELERTAK, AT THE GATES und VICTIMS einen Bastard gezeugt, der nur noch das Laufen lernen musste. Sicherlich waren MARTYRDÖD auch schon auf dem Vorgänger „Elddop“ (2014) so melodisch wie selten zuvor. Aber auf „List“ erreicht das Ganze ein völlig neues Ausmaß. Und das steht ihnen verdammt gut.

Selten versprühte Crust eine so mitreissende und auch irgendwie positive Atmosphäre, wie MARTYRDÖD es mit „List“ tun. Hier ist kein Prophet nötig, um den Schweden mit ihrem sechsten Album den großen Durchbruch anzukündigen.

 

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Mulder

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