Plattenkritik

Madball - Hardcore Lives

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 27.06.2014
Datum Review: 29.06.2014

Madball - Hardcore Lives

 

Ganz einfach „Hardcore Lives“ ist der Titel des neuen MADBALL Albums, man könnte fast denken, dass MADBALL den Steilpass der RYKER'S mit ihrem Albumtitel „Hard To The Core“ aufgenommen haben, um im Rennen für den einfallsreichsten Albumtitel 2014 den Treffer geradezu im Winkel zu versenken. Aber gut, Bands wie RYKER'S oder natürlich MADBALL gesteht man diese Albumtitel aufgrund ihrer langjährigen Bandgeschichte und ihrer Verdienste für die Hardcore Szene dann wohl zu, darüber hinaus sollte man dem Albumtitel dann vielleicht auch nicht übertrieben viel Aufmerksamkeit widmen.

Das Intro zu Beginn von „Hardcore Lives“ hätte so auch auf „Set It Off“ zu finden können. Der Titeltrack folgt direkt im Anschluß und wirkt wie eine bissige Dogge, welche man zwar noch an der Leine führen kann, die aber immer kräftig einen von der einen auf die andere Seite ziehen will und kurz davor ist Reiß aus zu nehmen. MADBALL klingen verdammt frisch, energisch und wirken bissig den Blick immer nach vorne gerichtet. „The Balance“ geht in die gleiche Kerbe, straight und direkt in bester MADBALL Manier. Der Sound der Gitarren ist verdammt metallisch, aber das passt einfach. Freddy liefert über die gesamte Dauer eine überzeugende Leistung an den Vocals. „Doc Marten Stomp“ ist eine willkommene Abwechslung an vierter Stelle, melodisch, fast schon punkig, aber dann noch zu sehr metallischer Hardcore, um den Song in die Punk/Oi! Schiene einzuordnen. Den ersten Gastauftritt hat Scott Vogel (TERROR) bei „True School“ intus. Sein Organ passt natürlich perfekt zu dem Sound von MADBALL passt, da diese ja doch relativ nahe an dem sind was TERROR zu bieten haben. Toby Morse (H2O, HAZEN STREET) kommt bei „My Armor“ zum Zuge, kann aber nicht 100% überzeugen und klingt ein wenig verloren, vielleicht auch einfach nicht richtig abgemischt an dieser Stelle. Den überzeugendsten Auftritt liefert aber zweifelsfrei Candace von WALLS OF JERICHO bei „Born Strong“ ab. Der Song gehört sicherlich zu den besten Songs auf „Hardcore Lives“, man hat den Eindruck, dass hier die Energie nochmal komprimiert und gebündelt wurde und man fast Angst haben muss niedergewalzt zu werden.

MADBALL haben mit „Hardcore Lives“ ein unglaublich starkes und kompaktes Album abgeliefert und laufen mit dem überragenden Freddy Cricien über die gesamte Spielzeit zu Hochform an, den Jungs macht so schnell keiner was vor.

Trackliste:
1. Intro
2. Hardcore Lives
3. The Balance
4. Doc Marten Stomp
5. DNA
6. True School (feat. Scott Vogel of TERROR)
7. The Here And Now
8. Nothing To Me
9. My Armor (feat. Toby Morse of H2O)
10. Beacon Of Light
11. Born Strong (feat. Candace Puopolo of WALLS OF JERICHO)
12. Spirit
13. Mi Palabra
14. NBNC
15. For The Judged

Alte Kommentare

von Chef 29.06.2014 16:54

Vielleicht 1 schwacher Song, sonst nur starke Vertreter. Mehr Hits als auf den letzten 3 Alben und ne klasse Produktion. Hardcore lives

Autor

Bild Autor

Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

Suche

Social Media