Plattenkritik

Madrugada - S/T

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Release Date: 16.05.2008
Datum Review: 18.11.2008

Madrugada - S/T

 

Tragische Schicksale stehen über dem neuesten Release von MADRUGADA. Kurz vor dem Abschluss zu den Aufnahmen des selbstbetitelten siebten Albums starb ihr Drummer Robert Buras. Was nun ? Die verbliebenen Sivert Hoyem und Frode Jacobsen beschlossen sich trotz allem (oder gerade deswegen) das Album zu Ende zu bringen. Was heraus kam ist ein schwer verdauliches und sounddichtes Werk voller Schwermütigkeit.

Wo die Vorgänger noch an diversen Euphorieschüben festhielten (man denke an das fantastische „If the Kids are on High Street“) so bekommt man hier ausnahmslos schwere Kost. Gut ist das Ganze trotzdem. Beispielsweise die Single „Look Away Lucifer“ besticht durch einen 5-minütigen Ausritt in die schrammeligen Ecken des Blues und lässt gelegentliche Ausritte in die Folk/Country Gegend zu. Minimalistisch geht es weiter im verzweifelten Versuch, die Liebste zum Bleiben zu überreden. „Honey Bee“ lässt einen schwermütig zurück und erinnert gelegentlich an das düstere Werk von GUS BLACK. Richtig schlimm wird es aber erst ganz am Schluss. Denn dann gibt der verstorbene Robert ein Song im Alleingang zum besten und haut gleichzeitig mit „Our Time won’t live that Long“ das eigentliche Highlight heraus. In Sieben Minuten verhaspelt er sich in einem energisch gesungenen Liebeslied und singt sich um Kopf und Kragen. Schön wäre, wenn das nur eine Redewendung bliebe. Gutes Album.

Tracks:
1. Whatever happened to you
2. the hour of the wolf
3. look away lucifer
4. honey bee
5. new woman / new man
6. whats on your mind
7. highway of light
8. valley of deception
9. our time wont live that long

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Raphael

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