Plattenkritik

Marduk - Serpent Sermon

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Release Date: 25.05.2012
Datum Review: 16.05.2012

Marduk - Serpent Sermon

 

MARDUK Jünger können nun endgültig durchatmen. Waren die Veröffentlichungen der Schwarzmetaller aus Schweden in der Vergangenheit qualitativ eher durchwachsen, hatte man mit „Rom 5:12“ wieder den richtigen Pfad aufgenommen und mit dem letzten Album „Wormwood“ ein wirklich überzeugendes Werk abgeliefert.
„Serpent Sermon“ ist der Titel des neuen und mittlerweile zwölften Albums der Schweden und setzt die positive Entwicklung, oder anders gesagt, die Rückbesinnung weiter fort.
Auf den zehn Tracks vollführen MARDUK eine wahnsinnige Dominanz über Härte und Brachialität und beweisen eindrucksvoll, warum sie seit gut zwei Dekaden zum festen Bestandteil des BLACK METAL gehören. „Serpent Sermon“ konfrontiert seine Hörer mit geballtem Hass und tonalen Abartigkeiten. Inszeniert von infernalen Gitarren, die in alter „Panzer-Division“-Manier im Blutrausch über alles hinweg fegen und Blasts, die einzig allein als Mittel zur Hetzjagd dienen. An vorderster Front immer noch vertreten durch Frontkeifer Mortuus, der wie angewidert Blut und Hölle auskotzt. Jedoch greifen MARDUK nicht nur nach den sturmähnlichen Gewalten, sondern zeigen wieder einmal, dass sie im Stande sind, mit anderen Mitteln ihren diabolischen Hass zu vertonen. Spielen sie im Titeltrack die Eingängigkeit hymnenartiger Melodien im Refrain aus, versprühen sie in „Into Second Death“ einen dreckig rockenden Charme und vertrauen in „Temple Of Decay“ auf die Schwere von mächtigen Mid-Tempo Riffs. Dabei verlieren sie nie die Kontrolle über den roten Faden. So bieten die Schweden auch auf „Serpent Sermon“ einen Abwechslungsreichtum, mit dem sie bereits auf den Vorgängern überzeugen konnten.
Das in kompletter Eigenregie produzierte Album punktet auch durch einen kräftigen und glasklaren Sound. Das Besondere aber dabei ist, dass man zu keinem Zeitpunkt diese dreckige, authentische Atmosphäre vermisst, die für ein Black Metal Album so wichtig ist.
Das selbst ernannte Ziel von MARDUK war es schon immer „die brutalste und blasphemischste Metal-Band aller Zeiten zu werden“. Dieses Ziel haben sie in diesem Jahr mit ihrem neuem Werk „Serpent Sermon“ definitiv erreicht.

Trackliste:
01. Serpent Sermon
02. Messianic Pestilence
03. Souls For Belial
04. Into Second Death
05. Temple Of Decay
06. Damnation’s Gold
07. Hail Mary (Piss-soaked Genuflexion
08. M.A.M.M.O.N
09. Gospel Of The Worm
10. World Of Blades

Alte Kommentare

von Panzerpfarrer 16.05.2012 21:37

Sind die putzig !

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Mulder

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