Plattenkritik

Massive Assault - Death Strike

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Release Date: 23.03.2012
Datum Review: 15.10.2012

Massive Assault - Death Strike

 

Langsam stellt sich einem wirklich die Frage, welche Art von Doping den Machern des Old School Death Metal eingeflösst wurde. Anders ist es einfach nicht mehr erklärbar, warum aus diesem Sektor zur Zeit nur herausragende Releases veröffentlicht werden. Aktuelles Bespiel sind MASSIVE ASSAULT und ihr „Death Strike“. Auch wenn das Album bereits Mitte des Jahres veröffentlicht wurde, wäre es ein Unding dieses einfach unbeachtet zu lassen.

MASSIVE ASSAULT stammen zwar auch aus den Niederlanden, jedoch ist die musikalische Nähe zu ihren Landsmännern von ASPHYX weniger ausgeprägt, als das famose Debüt ihrer Labelmates von DESERTED FEAR.
Ihr zweites Album pflegt auch alte, schwedische Todesblei-Traditionen, schwimmt aber nicht ganz so tief durch dessen Melodien. Vielmehr regiert auf „Death Strike“ eine Kompromisslosigkeit, die man von alten OBITUARY kennt. Mit recht simplen, aber effektiven Mitteln prügelt sich das Quartett etwas über eine halben Stunde durch die neun Tracks ihres Schlachtfestes. So spielen sich die Niederländer abwechslungsreich durch die typischen Old School Gezeiten, schrecken aber keineswegs vor der Energie stürmischer Blast Attacken zurück und beweisen auch auf gitarrentechnischer Seite, dass sie über ein hohes Potenzial verfügen.
Im Vergleich zu den bisher erschienen Sektorreleases könnte man ein wenig an der matschigen Qualität des Sounds herum meckern. Besonders der Gitarrensound trieft vor Gain und drängt den Rest ein wenig in den Hintergrund. Dennoch kann man hier eine dicke Empfehlung an alle Old Schooljünger aussprechen, da MASSIVE ASSAULT mit „Death Strike“ das Genre eindrucksvoll bedienen.

Trackliste:
01. Cycle of Violence
02. Operation Anthropoid
03. Finished Sympathy
04. Turning Tides
05. Pride
06. Dismal Life
07. Aggressive Depression
08. Chained
09. Plead Not Guilty

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Mulder

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