Plattenkritik

Matchbook Romance - Voices

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.02.2006

Matchbook Romance - Voices

 

Matchbook Romance's erster Streich hieß "Stories and Alibis" (welcher für mich einen DER neuzeitlichen Emocore-Scheiben darstellt), und der zweite folgt sogleich (nämlich am 13. Februar via Epitaph Records):
Auf "Voices" haben die 4 Herren aus New York mal so richtig ihre Vorliebe zum Experimentellen aufleben lassen. Ganz anders als auf ihrem Debüt-Album, bei dem noch Emotionalität und Eingängigkeit im Vordergrund stand, wird hier eine musikalische Überraschung nach der anderen serviert. Ich hätte nicht gedacht, dass das Quartett solch eine Weiterentwicklung durchlebt, und mit einer Art "Progressive-Rock"-Album zurückkehrt.

Schon das einleitende Intro des ersten Tracks "You can run, but we'll find you", welches mit Piano- und Acousticgitarren-Klängen in das Ohr des Hörers dringt, lässt vermuten, was einen in den nächsten 11 Songs erwartet. Der Gesangsstil von Sänger Andrew Jordan hat sich im Gegensatz zum Debüt-Album ebenfalls stark verändert: Wo damals noch klare, eingängige Gesangslinien vorherrschten, wurden jetzt ein wenig andere, nicht so leicht zugängliche Intonationen ergründet, welche das Bild der komplex-vertrackten Rock-Opern nur noch einmal unterstreichen.
Auch die Instrumentenauswahl und der Einsatz von Synthesizern etc lässt vermuten, dass sich die Jungs einige Zeit im Studio eingeschlossen haben und wild herumexperimentierten.

Mein Favorit ist der Song "My Mannequin Can Dance", der trotz Vertracktheit in den Strophen einen wundervoll eingängen Refrain besitzt.
Keine Frage hat die Band mit diesem Album einen weiteren musikalischen Reifegrad erklommen, der sie in Null Komma Nichts in eine Liga mit den (neuen) Thrice und Coheed and Cambria katapultiert. Bleibt nur die Frage, ob es ein richtiger Schritt war. Ich persönlich mag die einfacher gestrickten Songs, die so wundervoll im Ohr hängen bleiben, wesentlich lieber als die 7minütigen Prog-Werke. Aber das ist ja eh Geschmackssache....

VÖ: 13.02.06

Tracklist:
01. You Can Run, But We’ll Find You
02. Surrender
03. My Mannequin Can Dance
04. Goody, Like Two Shoes
05. Monsters
06. Say It Like You Mean It
07. Portrait
08. Singing Bridges (We All Fall)
09. Fiction
10. What A Sight
11. I Wish You Were Here

Alte Kommentare

von dredg 22.07.2007 19:47

Hab das Album grad für mich entdeckt. Nach drei Durchläufen öffnen sich einem die Songs, und offenbaren aus der Masse hervorstechenden progressiven Emo. Zunächst unzugänglich entwickelt es dann eine große Intensivität. Die Stimme hat sich im vergleich zum Vorgänger extrem weiterentwicklt. Erinnert in den guten Momenten teilweise an Muse in den schlechten an My Chemical Romance. Auf jeden Fall guter Gesang/Texte durchaus einen Versuch im mitlerweile mit Durchschnitt überhäuften Genre. Bin positiv überrascht da ich nur selten Bands in diesem Bereich finde die ich mag.

von fu 22.07.2007 19:51

wohl mit die beste emo band die es gibt bzw gab.

von blake schwarzenbach 22.07.2007 22:07

wie bitte?? nicht mal unter den besten hundert!

von fu 23.07.2007 00:44

jo, geschmack halt.

von dgse 23.07.2007 00:49

emo band.. ahahaha

von seam 23.07.2007 00:54

so siehts aus! nich ma unter den 1000

von fu 23.07.2007 00:57

ich kenn nicht mal 1000, also in meiner liste schon ...

von mynth 23.07.2007 07:56

hast ja auch scheinbar echt weng ahnung von musik..

von fu 23.07.2007 09:36

mag sein, ist ja immer relativ, denke aber eher nicht, \"ahnung\", musik ist für mich keine wissenschaft, ich geniesse sie, habs nicht nötig mich damit zu profilieren

von fu 23.07.2007 09:39

und achja, wenn \"ahnung\" für dich bedeutet, mehr als 1000 emo bands zu kennen, dann glückwunsch, du profi

von mynth 23.07.2007 10:06

natürlich hat ahnung auch etwas damit zu tun, wieviele bands man aus einem bereich kennt und wie ihre entwicklung ihre einflüsse und co. aussehen.. ist ja prinzipiell auch kein großes ding, wenn man sich nicht so gut auskennt. die ansagen von dir lassen halt daruaf schließen..

von fu 23.07.2007 10:27

naja, du schreibst das ich wenig ahnung von musik habe, nur weil ich nicht so viele emo bands kenne ? is das nicht ein wenig lächerlich ?

von mynth 23.07.2007 10:33

war jetzt nicht nur auf diesen kommentar bezogen...

von fu 23.07.2007 10:47

du verwechselst eindeutig geschmack mit fachwissen, gut ist immer relativ, nie fakt, die entwicklung einer band, oder auch einflüsse, wie du meintest, zu kennen, kann man gerne als \"wissen\" bezeichnen, ob man dies aber nun gut findet, entscheidet alleine der persönliche geschmack, das hat rein garnichts mit \"ahnung\" zu tun, deine argumentation hinkt, tut mir leid

von mynth 23.07.2007 10:53

klar kann man gerne vieles unter \"geschmackssache\" abhaken, aber niemand, der sich lange und intensiv mit bands aus den bereichen emorock / emocore auseinandergesetzt hat wird jemals behaupten, dass MR die beste band aus dem bereich sind die es gibt oder gab. von daher bleibt meine aussage stehen, dass du scheinbar einfach nicht viel ahnung von mir aus auch vom genre hast...

von leila 23.07.2007 10:54

die diskussion ist zwar ein wenig akbern, aber ich muss mynth recht geben. MR als beste genreband zu bezeichnen die es je gab grenzt schon an blasphemie..

von fu 23.07.2007 10:59

naja, die beste hab ich nicht gesagt, nur einer der besten, ja das ist meine meinung, mein geschmack, nicht mehr oder weniger dem album hier, wo wir gerade so toll die comment box vollspamen, würd ich im übrigen nur ne 5 geben, wenn überhaupt, aber die band hat auch durchaus gute momente, wie das vorgängeralbum beweist was sind denn so deine emo super bands ? bin mal gespannt wie gesagt, ich geb offen zu das ich nicht der emo experte bin, war für mich schon immer ein eher unspannendes genre

von mynth 23.07.2007 11:23

knapsack texas is the reason get up kids sunny day real estate promise ring ist eher 1st und 2nd wave

von Luke TAR 23.07.2007 11:28

mynth, würdest du wenn du die aufzählst Matchbook Romance als Emo Band bezeichnen?

von fu 23.07.2007 11:39

get up kids sind in der tat gut, der rest, naja, jade tree, gutes label, aber sagen mir nicht so zu, die genannten bands, auch schwer zu vergleichen

von mynth 23.07.2007 11:42

MR ist halt eher emocore der dritten generation... auch da gibt es wesentlich bessere bands.

von fu 23.07.2007 11:47

mr ist bubblegum emo, sicherlich für viele ein problem, dennoch mag ichs

von mynth 23.07.2007 11:53

emopunk & emocore der catchigen sorte sind noch mal 2 paar schuhe. aber ich mag auch beides sehr gerne. trotzdem seh ich MR nirgendwo vorne mit dabei.

von Luke TAR 23.07.2007 12:32

Die 1. & 2. Generation würde ich auch strikt von der 3. ab 2000 vorhandenen Generation unterscheiden...Der neue Kram klingt halt total anders, auch wenn das mehr mein Fall ist. So einer, der sagt das die ganzen neuen Bands kein \"Emo\" sind oder man die aufkeinenfall so nennen darf bin ich aber nicht.

von mynth 23.07.2007 12:47

ich mit sicherheit auch nicht.. ich mag fall out boy und co..

von fu 23.07.2007 12:54

fall out boy zum beispiel find ich persönlich einfach nur ganz schlimm, geht garnicht

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Ingo

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