Plattenkritik

Megadeth - United Abominations

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Release Date: 11.05.2007
Datum Review: 13.05.2007

Megadeth - United Abominations

 

Die alten Thrash Metaller um Dave Mustaine befinden sich wieder auf dem Vormarsch. Bekanntlich hat der Songwriter, Leadgitarrist und Sänger nach dem gesundheitsbedingten Break-Up und der Wiederauferstehung als gläubiger Christ auch eine musikalische Wiederauferstehung durchgemacht. Mit einer Rückbesinnung auf die guten alten "Rust in Peace"-Zeiten zeigten sich MEGADETH mit ihrem letzten Studioalbum "The System Has Failed" versöhnlich mit ihren Fans und auch auf "United Abominations" setzt man diesen Kurs fort.

Anstatt sich erneut auf das politische System der USA zu beziehen, knöpft sich Mustaine dieses Mal die United Nations vor und bereits auf dem Cover erkennt man den in Flammen stehenden Sitz der Vereinten Nationen. Musikalisch liefert man schon mit dem Opener "Sleepwalker" ein wahres Metalmonstrum ab. Der Song beginnt mit einem atmosphärischen Streicherintro, bevor er mit der Mischung aus höchst dynamischen Riffs und Daves charakteristischen Vocals die Gehörgänge in Brand setzt. Mit schönen Speed Elementen, einer klaren Botschaft sowie einer hymnischen Eingängigkeit zählt auch "Washington Is Next!" zu den Highlights der Langrille. Sowohl über Gänsehaut als auch einen nackenbrechenden Midtempo-Groove darf man sich bei "Gears Of War" freuen, dass man vielleicht schon vom gleichnamigen X-Box Spiel kennen könnte und sich seitdem kein Stück abgenutzt hat. Nach der starken Hälfte schwächeln Mustaine und Co. im letzten Drittel aber mal wieder ein wenig. Das Remake des Klassikers "A Tout Le Monde" bei dem sich Christina von LACUNA COIL an der Seite von Dave zeigt, kann nicht annähernd den damaligen Spirit einfangen und auch "Amerikhastan" ist trotz interessanter Thematik eher durchschnittliche Kost. Insgesamt sonnt sich "United Abominations" in einem gewohnt gutem Sound und auch das Gesamtpaket wird langjährige MEGADETH Anhänger mit seiner zeitlosen Frische begeistern. MEGADETH werden sich noch lange mit ihren früheren Highlights messen müssen, aber so kann es gut und gerne noch eine ganze Weile weiter gehen!

Tracks:

1. "Sleepwalker" – 5:53
2. "Washington Is Next!" – 5:19
3. "Never Walk Alone... A Call To Arms" – 3:54
4. "United Abominations" – 5:35
5. "Gears of War" – 4:26
6. "Blessed Are The Dead" – 4:02
7. "Play For Blood" – 3:49
8. "A Tout Le Monde (Set Me Free)" – 4:11 (feat. Cristina Scabbia)
9. "Amerikhastan" – 3:43
10. "You're Dead" – 3:18
11. "Burnt Ice" – 3:47

Alte Kommentare

von schnodder 15.05.2007 09:21

das album ist echt ein schritt in die richtige richtung. der überhammer ist es jedoch wahrlich nicht.

von ratatoesk 15.05.2007 23:25

Da ich ebenfalls zu denen gehöre, die sich vom Vorgänger wieder etwas versönlich ahben stimmen lassen, muss die neue natürlich auch her.

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Torben

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