Plattenkritik

Mercenary - Metamorphosis

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 25.02.2011
Datum Review: 21.02.2011

Mercenary - Metamorphosis

 

Ziemlich durchgeschüttelt wurde die Bandkonstellation bei MERCENARY, als Ende 2009 Sänger, Drummer und Keyboarder ihren Hut nehmen mussten. Der Rest der Band begründete den Schritt damit, dass die übrig Gebliebenen (die Arbeit am Mikrofon wird jetzt durch Bassist René Pedersen, die Keys werden von Gitarrist Martin Buus übernommen) schneller, heavier und moderner (aber trotzdem Old School) spielen wollten. Damit die Spannung weiter verfeinert wird, wurde auch noch das Label gewechselt (von Century Media zu Noiseart Records). Wer sich in der Vergangenheit über Mikkel Sandager’s hoher Stimmlage aufregte oder die elektronischen Einsprengsel zu dominant fand, könnte bei „Metamorphosis“ auf seine Kosten kommen. Denn René Pedersen bedient vor allem die Shouts und Growls, wobei er natürlich auch gut im Klargesang unterwegs ist. Er verfügt nicht über die charismatische Sandager Stimmung, kann aber durchweg mit seinem abwechslungsreichen Timbre überzeugen. Die Refrains sind im modernen MERCENARY Metal immer noch sehr dominant, aber auf dem neuen Album wird vor allem die Abwechslung bedient. Als Beispiel seien zahlreiche Tempounterschiede (die Band schaltet durch Breaks immer wieder einen Gang zurück), der Ausritt in den Death Metal („In Bloodred Shades“) sowie orchestrale Passagen („In A River Of Madness“) erwähnt. Wer sich mit der Tracklist der Dänen beschäftigt wird feststellen, dass auf „Metamorphosis“ nichts dem Zufall überlassen wurde, was insgesamt allerdings ein wenig zu Lasten der Frische geht. Auch ist die oben angesprochene Intention, schneller und heavier zu werden, im Hause MERCENARY nicht umgesetzt worden. So ist der „Architect Of Lies“-Nachfolger durch und durch schlüssig, es fehlt aber das gewisse Etwas, was die ersten Alben zierte. Wer auf melodischen Modern Metal steht, der stark Refrain lastig ist, muss die Band dennoch unbedingt mal antesten.

Tracklist:
1. Through The Eyes Of The Devil
2. The Follower
3. In A River Of Madness
4. Memoria
5. Velvet Lies
6. In Bloodred Shades
7. Shades Of Grey
8. On The Edge Of Sanity
9. Black Brigade

Alte Kommentare

von the black brigade 11.03.2011 01:01

marches on... ich find das album überaus gelungen. würde sogar so weit gehen es als stärker als sein vorgänger zu bezeichnen trotz besetzungswechhsels und damit auch der verbundene austausch des sängers. an the hours that remain kommts nich ran aber das hätten sie auch nicht mehr mit dem alten sänger hinbekommen. was wir jetzt hier haben ist ein sehr eingängiges album das mit tollen melodien aufwarten kann und trotzdem nicht an heaviness einbüßen muss.ein klasse melo-death album 2011. mit omnium gatherums neuestem output sogar das beste bis dato. 8,5 / 10

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media