Plattenkritik

Misery System - Deceitful Scenery

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.08.2006

Misery System - Deceitful Scenery

 

Yeah, Baby, das nenne ich nen Kracher! MISERY SYSTEM überzeugen mit ihrem Debut von der ersten Sekunde an und das mit einem Sänger, der nicht nur aussieht, wie ein Gelehrter, sondern auch so heißt: Georg Reiter. Das ist Hardcore mit ner fetten Portion Melodie. Georg schreit, er singt und hat dieses halb-gesprochen-halb-gesungen Talent, was den Songs den richtigen Drive gibt. Die Gitarren sind hart, geben Live dem Pit mit Sicherheit mehrere Gelegenheiten zum Überkochen und dazu kommt man vokal auch noch mit einigen Death-Growles an. Unheimlich starke Musik, die sofort ins Ohr geht und sich dort verhakt.

Hörspaß garantiert. Laut Aussage der Band fusioniert man Wut, mit Intensität und Melancholie und das trifft den Nagel auf den Kopf. Auch will man sich vom typischen „Bad Boy“ Klischee in der Hardcore Szene absetzen und das gelingt ihnen ohne Kompromisse an Härte zu machen. Textlich lässt sich Georg sozialkritisch und sarkastisch über szeneinterne Abläufe aus und unterstreicht damit die musikalische Botschaft: Wir sind zwar ne Hardcoreband, aber fernab des modebehafteten Kategoriedenkens vieler junger Anhänger. Getourt hat man schon mit A18 und SINCE THE DAY u.a., wo man mit Sicherheit die Qualität ihrer Musik unter Beweis stellte, denn MISERY SYSTEM klingen sehr intelligent und das macht die Aggressionen in ihren Songs so unglaublich authentisch und wirkt nicht die Spur abgedroschen und vergriffen. Stücke, wie „Loose My Mind“, „Fall Into Oblivion“ oder der Titelsong zum Album „Deceitful Scenery” treffen einen mit einer Wut, dass es einen nachdenklich stimmt und verwöhnen immer wieder mit Melodien, die zwar simpel, aber ohne Ende Druck besitzen. Die Produktion ist rough, was auf manchen Musikanlagen nicht mehr ganz so toll kingt, aber gerade das (das sollte nicht heißen, dass der Sound für´n Eimer is!!) ist nur ein weiterer Authenzität-Plus-Punkt. Interessant ist, dass ein Akustikgitarrenspiel immer wieder zwischen den Songs auftaucht. „Modesty Pt. 1-3“ scheint eine Art Führer durch die einzelnen Etappen des Albums zu sein und steht leicht in der Kontroverse zu der sonstigen E-Wand. Sehr interessant und lässt Raum für Vermutungen, wer das machen möchte.


Tracklist
1. Modesty Pt. 1
2. Fall Into Oblivion
3. No One Resists
4. Loose My Mind
5. Common Sight
6. Modesty Pt. 2
7. My Poetry
8. Golden Stitches
9. Deceitful Scenery
10. Modesty Pt. 3

Alte Kommentare

von oliii 04.08.2006 21:36

holy shit!!!

von Moshbert 15.08.2006 23:00

pure shit. next time get better infos!

von super 16.08.2006 09:22

review das! bessere info geht nicht

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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