Plattenkritik

Mnemic - Mnemesis

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Release Date: 08.06.2012
Datum Review: 15.06.2012

Mnemic - Mnemesis

 

MNEMIC – Ein Name mit dem man lange mit innovativem Modern-Metal in Verbindung brachte. Doch die Zeiten in denen die Dänen mit ihrem Debüt „Mechanical Spin Phenomena“ für Furore sorgen konnten, sind lange vorbei. Seither schafften es MNEMIC auf drei weitere Alben, die allesamt einen hohen Standard hielten. Der ganz große Durchbruch blieb ihnen aber bislang verwehrt. Nach „Sons Of The System“, dem bislang letzten Werk, wechselte man beinahe die gesamte Mannschaft aus. Bis auf Sänger Guillaume Bideau und Gründungsmitglied Mircea Gabriel Eftemie gingen alle Mitglieder von Bord. Mit drei Neuen machen starten MNEMIC nun quasi neu.

Doch wo sie hinwollen wissen die Dänen Anno 2012 noch nicht so Recht. Indikator dafür ist das zumeist mittelmäßige Material des Albums. MNEMIC verlassen sich zwar auf ihre altbewährte Formal aus thrashigem Industrial-Metal gepaart mit poppigen Elementen, vollends überzeugen können sie damit jedoch nicht (mehr). Man wartet quasi die ganze Zeit auf Stellen, die im Gedächtnis bleiben, auf Momente die wirklich herausragend sind. Davon gibt es, beispielsweise mit dem Titeltrack „Mnemesis“ oder „Oceans Of Void“, zwar einige, insgesamt war die Hit-Dichte bei MNEMIC aber schon einmal höher. Das ruhigere „There's No Tomorrow“ verkörpert die Schwäche des Albums perfekt – Alles ist zwar technisch auf einem hohen Niveau und sauber gespielt, wirkt aber, neben der bereits erwähnten Beliebigkeit, zu kalkuliert.

MNEMICs neuster Streich hat zwar wesentlich mehr ruhige Stellen als seine direkten Vorgänger, lässt dabei aber Eingängigkeit, messerscharfe Riffs und oft auch Tempo vermissen. Wenn man bedenkt, dass die Dänen mit „Nmemesis“ quasi drei neue Musiker einarbeiten mussten, ist das Ergebnis dennoch okay. Ihre Eigenständigkeit haben sich sich durch den stets vorhandenen elektronischen Einfluss erhalten. Nun gilt es in Zukunft aus dem vorhandenen Talent wieder etwas mehr zu machen.

Tracklist:

Transcend
1. Valves
2. Junkies On The Storm
3. I've Been You
4. Pattern Platform
5. Mnemesis
6. There's No Tomorrow
7. Haven At The End Of The World
8. Ocean Of Void
9. Blue Desert In A Black Hole

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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