Plattenkritik

Mnemic - Sons Of The System

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 08.01.2010
Datum Review: 23.12.2009

Mnemic - Sons Of The System

 

Der kleine, poppige Bruder von MESHUGGAH. Für Fetischisten der obligatorischen Acht-Saiter waren MNEMIC immer ganz hoch im Kurs, irgendwie auch Mit-Pioniere. Dabei waren sie jedoch nie eine Band, welche auf virtuose und markante Gitarrenarbeit sonderlich viel Wert gelegt hätte. Und auch mit Album Nummer vier ändert sich dies nicht.

Der kalte, simple Sound von FEAR FACTORY, generell dieses Wechselspiel aus klaren- und gebrüllten Stimmlagen; dabei dieser stimmliche Touch der guten alten SIKTH, und natürlich: Die Gitarren von MESHUGGAH. Doch wo MESHUGGAH ihre monströs-tiefen Gitarrenwände lieber in Polyrhythmen kleiden, strickte sich das Soundgewand bei MNEMIC seit jeher immer etwas zugänglicher. Doch auch bei MESHUGGAH ging es nie um technischen Selbstzweck: Es ist diese spezielle Atmosphäre, dieser spezielle, metallische Düster-Pathos, welcher beide Bands in ihrer bedrohlichen Art so besonders macht.

„Sons Of The System“ führt diesen Kurs – mit mittlerweile übrigens anderen Sänger als noch zu Zeiten von „Mechanical Spin Phenomena“ - fort: Poppiges rumgeflirte zum Kontrast zu Riffs wie Ambosse auf dem Teppich der benommenen Ruhe, unauffällige, futuristisch-angehauchte Keys - und natürlich markante Hooks und natürlich „Ohrwurm“-refrains. Das klingt manchmal ganz aufregend, manchmal etwas klebrig – wie es ja bei einer dazu passenden Produktion ja aber auch zu erwarten ist -, grundsätzlich aber vor allem eins: Nicht schlecht.

Stagnation auf solidem Niveau also. Doch muss sich eine Band neuerfinden, welche ohnehin schon ihre eigene Nische gefunden hat? Vielleicht manchmal etwas. In diesem Fall dürfte jedoch „Sons Of The System“ eine sehr okaye Fortsetzung dessen sein, was Fans von dieser Band erwarten: Futuristisches, kurzweiliges, achtsaitiges Geknüppel ohne viel Tamtam.


Tracklist:

01. Sons Of The System (5:35)
02. Diesel Uterus (4:31)
03. Mnightmare (4:34)
04. The Erasing (4:07)
05. Climbing Towards Stars (4:41)
06. March Of The Tripods (6:37)
07. Fate (3:35)
08. Hero In 5:15
09. Elongated Sporadic Bursts (3:51)
10. Within (4:45)
11. Orbiting (4:42)

Alte Kommentare

von Tobe 25.12.2009 10:50

meine subjektive meinung: langweilig wie eh und je, da reisst auch der sänger nix raus. ehrlichgesagt bereue ich sogar, für dieses album meine zeit verschwendet zu haben. 1/10 von mir.

von Rotationseuropäer 25.12.2009 14:59

Nach Audio Injected Soul (geile Platte!) gings geradewegs bergab. Hab das neue Album zwar noch nich gehört, aber wenn es nur annähernd so ist, wie Passenger, kann ich nur enttäuscht werden. Haben mit dem neuen Sänger einfach ihr (musikalisches) Gesicht verloren.

von Enno 25.12.2009 17:13

Gerade erst Guillaume hat der Band ein Gesicht gegeben. Nichts gegen den Vorgänger aber der hat technisch im Vergleich zum Franzosen recht wenig auf dem Kasten. Und warum wird hier überall "Passenger" kritisiert? Das war eine Hammerplatte die ich Mnemic nach dem etwas enttäuschenden "Audio Injected Soul" nicht mehr zugetraut hätte. Zumindest ist das meine Meinung. Zum Glück hat jeder ne andere. :) Auf das neue Album freue ich mich schonmal sehr. "Diesel Uterus" und March Of The Tripods" klingen schonmal verdammt gut.

von janban 25.12.2009 23:12

Ich finde ebenfalls dass die "Passenger" eine fette Scheibe ist, aber das was ich von der neuen gehört habe kommt da noch nicht ganz ran. Guillaume hin oder her, ich mag die Band mit und ohne ihn. Hoffe mal dass die anderen Songs auf "sons of the system" noch ein bisschen was rausreissen. 7/10

Autor

Bild Autor

Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

Suche

Social Media