Plattenkritik

Moi Dix Mois - Beyond The Gate

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 01.04.2006

Moi Dix Mois - Beyond The Gate

 

Die ganze J-Pop/Rock Bewegung und besonders der schillernd skurrile Visual Kei Ableger ist äußerst erfolgreich in Deutschland gelandet. Grund genug, nach und nach schicke Genrereleases hierzulande zu veröffentlichen. MOI DIX MOIS sollte den Visual Kei Anhängern kein Unbekannter mehr sein. Das Soloprojekt von Mana, dem frühern Gitarristen und Gallionsfigur der Visual Kei Legionäre MALICE MIZER hat sich drei Monate nach dem Ende der Band begründet und sich seitdem als äußerst erfolgreich erwiesen.

Der Herr hinter dem Album "Beyond The Gate" zeigte sich neben den lyrischen Pflichten sowohl für die Komposition der Songs als auch für die Produktion verantwortlich. Gleiches gilt für die Kostüme, die im audiovisuellen Genre ja eine bedeutende Rolle spielen. Die weiteren Musiker bei MOI DIX MOIS steuern mit ihrem Können zur musikalischen Vision von Mana bei, der sie ganz klar untergeordnet sind. Eindeutige Hierarchien also im Hause MOI DIX MOIS. Der entstandene musikalische Output spielt zunächst in die Hände der MALICE MIZER Fans, die sich an die Spätphase der Band erinnerten dürften. Theatralischer Kirchenorgeleinsatz verschmilzt mit dem Fundament aus klassischer Musik, welches immer wieder durch rumpelnde Industrial Beats niedergestampft wird. Gitarren und Schlagzeug werden teilweise vollkommen substituiert oder durch Elektroversatzstücke ersetzt. Eine Berg-und Talfahrt durch ein düsteres und verzerrtes Schlaraffenland erwartet die Zuhörerschaft mit "Beyond The Gate" welches auch gerne mal durch die Kluften des Gothic Metals saust. Zu keinem Zeitpunkt wird das Release vorhersehbar behält sich jedoch als durchgängiges Motiv die gewisse, düstere Melancholie. Das Album ist ein kleines avantgardistisches Gesamtkunstwerk welches lediglich ein wenig durch die zeitweise nicht ganz überzeugenden Gesangsleistungen des Fronmannes an Glanz verliert. Den traditionellen Gesang verstehen einige Genrevertreter einfach besser und emotionaler, dafür überzeugen hier die eingestreuten Screams, die schon mal ins grunzen übergehen. Visual Kei Fans sollten hier zugreifen, experimentierfreudige Musikliebhaber können eine neue Spielwiese entdecken.

Release: 31.03.2006

Tracklist:
1. The other side in blood
2. Eternally Beyond
3. deus ex machina
4. Vain
5. Deflower
6. unmoved
7. The other side of the door

Bonustracks der Limited Edition:
8. Eternally Beyond (instrumental)
9. deus ex machina (instrumental)
10. Vain (instrumental)
11. Deflower (instrumental)
12. unmoved (instrumental)

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Torben

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Allschools Chef

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