Plattenkritik

Morowe - Pieklo.Labirynty.Diably.

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Release Date: 01.06.2010
Datum Review: 04.10.2010

Morowe - Pieklo.Labirynty.Diably.

 

Mit dem Titel „Pieklo.Labirynty.Diably“, was so viel heißt wie Hölle.Labyrinth.Teufel, legen die Polen von MOROWE ihr Erstlingswerk vor. Auf diesem gibt es für den gewählten Hörer jede Menge Black Metal zu hören. Das Ungewöhnliche liegt bei diesem Album bei den Texten, diese sind nämlich ausschließlich auf polnisch und geben dem Hörer, der der polnischen Sprache nicht mächtig ist, leider keinerlei Auskunft über ihren Inhalt. Jedoch da es sich um ein Black Metal Album handelt und der Titel übersetzt soviel heißt wie Hölle, Labyrinth, Teufel kann man sich doch grob ein Bild über ihre Inhalte machen. Doch kommen wir nun zum musikalischen Teil.

Nach einem sehr sphärisch wirkenden Intro, welches durchaus auch in einem Sci-Fi Film Verwendung finden könnte, beginnt der erste Track „Komenda“. Dieser kommt zunächst recht ruhig und düster daher. Instrumental gibt es wenig auszusetzen und es geht zeitweilig sogar recht melodisch zu. Das große Problem ist jedoch der Gesang, welcher sich grundsätzlich quer stellt und partout nicht zum Rest des Songs passen will. Dies erzeugt eine recht unharmonische und chaotische Stimmung, was sehr schade ist, da der Song sonst sehr nette Riffs und Melodien aufweist. Auch der zweite Song „Tylko pieklo, labirynty i diably“ gestaltet sich ähnlich und bleibt relativ ruhig, lediglich einige Doublebass Passagen bringen etwas Schwung in die Sache. Dieses Schema verfolgt man auch auf dem Rest des Albums. Doch wirkt es dadurch keinesfalls langweilig, sondern eher kontrollierter. Jedoch schafft es Sänger Nihil diesmal besser seinen Gesang in den Track einzugliedern, ohne wieder aus der Rolle zu fallen. Der folgende Track „Czas trwanie zatrzymac“ hingegen ist für meinen Geschmack viel zu langatmig und wiederholt nur immer wieder das gleiche Motiv. Hier hätte man definitiv kürzen sollen. Sowieso läuft der erste Teil des Albums eher unbeeindruckend vor sich hin. Die letzten drei Songs zeigen hingegen durchaus gutes Potential und lassen dem Album doch noch etwas gutes abgewinnen. Es scheint als hätte man zum Schluss doch noch seinen eigenen Stil gefunden, den man hoffentlich für die nächste Veröffentlichung beibehält und weiter ausbaut. Die Songs wirken hier einfach viel stimmiger und eingängiger. Jedoch sollte am Gesang für die Zukunft noch weiter gearbeitet werden und vielleicht über einen Wechsel zur englischen Sprache nachgedacht werden, da so auch die Inhalte einem breiteren Publikum vermittelt werden können. Ansonsten haben MOROWE mit „Pieklo.Labirynty.Diably“ einen ordentlichen Einstieg geschafft.



Tracklist:
01. Wstep
02. Komenda
03. Tylko pieklo, labirynty i diably
04. Czas trwanie zatrzymac
05. JEGO oblicza
06. Gleboko pod ziemia
07. Wezowa korona
08. Zakonczenie

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Wencke

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