Plattenkritik

My Heart To Joy - Seasons In Verse

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Release Date: 30.06.2009
Datum Review: 21.01.2010

My Heart To Joy - Seasons In Verse

 

Mal wieder eines dieser Cover, die uns was erzählen wollen. Die irgendeine spezielle Aura ausstrahlen wollen und in vielen Fällen über eine mittelprächtige musikalische Handhabung hinweg täuschen wollen. Betrachten wie MY HEART TO JOY also genauer. Die vier Herren aus Kensington, Connecticut scheinen dabei ein paar sympathische Typen zu sein. Via Myspace wird man auf einen bandinternen Blog geführt, auf welchem man sich das bisherige Schaffen downloaden kann und wird freundlich darauf hingewiesen, dass man aus Respekt zu Topshelf Records nicht das aktuelle Album „Seasons In Verse“ zum Download anbietet, merkt aber gleichzeitig auch an, dass niemand verfolgt wird, wenn er es nun doch illegal herunterlädt. Großzügig! Aber halt – Topshelf Records? Genau! Topshelf ist das Label, auf welchem die Herren DEFEATER ihr “Travels” ursprünglich veröffentlich haben. Mit „Seasons In Verse“ steht also das zweite Release dieses netten Labels bereit und man fragt sich natürlich automatisch: Ist die Platte eine ähnliche Überraschung wie einst DEFEATER? Nun, wenn man sich auf DEFEATER einstellt ganz sicher.

MY HEART TO JOY klingen so, wie TRAIL OF DEAD nach einem Besuch in Gainesville klingen würden. Klar, der Vergleich hinkt. Aber denken wir uns bei TRAIL OF DEAD einfach jegliche Kunstaspekte weg, lassen komplizierte Songstrukturen weg und denken uns zurück zur scheppernden Zeit, so könnte das schon ungefähr hinkommen. MY HEART TO JOY spielen auf ihrem Albumdebüt einen soliden Mix aus poppiger Komplexität und eingängigen Konstruktion die gepaart sind mit verspielten, teils schon verknoteten Melodien, die aber allesamt wenig mit DEFEATER und noch weniger mit Hardcore zu tun haben. Ein bisschen so, wie Emo vor langer Zeit mal klang, als er nach und nach mit Screamo-Light gepaart wurde. Vor allem überzeugt „Seasons In Verse“ in den Momenten, die ein wenig klingen als wolle die Band sich am Post-Rock orientieren. Die Atmosphäre bekommt die Band dadurch sehr wohl hin und im Endeffekt kann die Band, trotz des Covers, mit einer netten Mischung aus vielen Einflüssen und einer netten Platte punkten.


Tracklist:

1.) Time Spent Breathing
2.) Empty Homes
3.) Seasons in Verse
4.) All of Life Is Coming Home
5.) Worn Out Weather
6.) Giving My Hands Away
7.) Serpent Bearer
8.) Old Capitals
9.) Goldheart Mountaintop Queen Directory
10.) Thistly Corner of the Forest
11.) Watch Me Live

Alte Kommentare

von SmackinIsaiah 21.01.2010 17:43

Mit der Scheibe tu ichs mir ja immer noch schwer. Eigentlich schreits danach, dass ich es mögen müsste, aber irgendwie bleibt da nichts hängen :/

von hammer 24.01.2010 11:55

platte find ich.

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