Plattenkritik

Mykorrhiza - Northern Remeberance

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 09.03.2007

Mykorrhiza - Northern Remeberance

 

Drei Dinge, die diese Scheibe beim ersten Anschauen ungewöhnlich machen: Erstens weiß sogar ich noch aus Schulzeiten, dass der Bandname der Biologie entliehen ist und nicht nur deshalb völlig beknackt klingt, zweitens begegne ich Konqueror Records das erste mal, die wie auch Pulverized in Singapur sitzen und drittens hab ich von dieser Band an sich noch wie was gehört.

Recherchieren bringt Licht ins Dunkel, so handelt es sich bei Mykorrhiza also um Schweden, die dem Stil ihrer Landsleute prinzipiell erst einmal nachkommen. Die Jungs zelebrieren einen old-schooligen Death-Metal, stets natürlich schwedisch geprägt, demnach melodisch und At The Gates-mäßig. Ausgefallener wird die Sache, wenn Songs wie "Hate" oder "Chosen One" teilweise Einschübe aus dem Pagan-Genre einfließen lassen, die wunderbar getragen und erhaben über einen hinweg brechen. Die Gitarren werden zu Wällen, die cleanen Gesangspassagen abgewechelt mit fiesem und teilweise sogar Black Metal typischen Gekrächze zu hymnischer Gewalt. Paten hierfür: Dissection, Unleashed oder Borknagar.

Das alles klingt wunderbar, hat allerdings Mängel: Zunächst einmal ist die Produktion unausgewogen. Vor allem der Drumsound wirkt holprig und die teilweise eingebauten Blasts, die so oder so ein wenig fehl am Platz wirken, werden somit zu holzigem Geklöppel, bei denen das Timing nicht stimmt. Des weiteren fehlen neben einigen wenigen Ohrwürmern noch 1,2 richtige Killer, die "Northern Rememberance" wirklich im Schädel festbrennen.

Tracklist:
1. Release My Aggression
2. Fake Identity
3. Hate
4. Chosen One
5. Voodoo Master
6. Entering
7. Eternal Recreation
8. Demonic World
9. Weak
10. Against You All

Autor

Bild Autor

Moritz

Autoren Bio

Suche

Social Media