Plattenkritik

Navel - Neo Noir

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Release Date: 04.02.2011
Datum Review: 06.02.2011

Navel - Neo Noir

 

Aus Niederschlägen lernen - NAVEL haben sich gerade auf Louisville Records wohl gefühlt, hatten auf dem Label von SURROGAT‘s Patrick Wagner sogar einen großen Vertriebspartner wie Roadrunner Records und verloren all das top aufgestellte Aufgebot durch die verdammte Insolvenz, die kleine Labels im letzten Jahr eben schnell erwischen konnte. Glücklicherweise nicht Nois-O-Lution aus Berlin. Hier fanden die Schweizer von NAVEL also eine neue Heimat und veröffentlichen dieser Tage mit „Neo Noir“ endlich ein neues Album. Und jenes ist vor allem anders. NAVEL orientieren sich an einer abgespeckten Blues-Variation von dreckigem Shoegaze, düsterem Grunge und dieser schon immer vorhandenen Portion Rock im bandeigenen Kosmos. Das klingt in erster Linie und vor allem während den ersten Hördurchgängen sehr chaotisch, dann wiederum macht es Sinn. NAVEL bestreiten 14 Songs ein enorm hohes Lärm-Level, lassen seltener Strukturen durchblicken und verweben jenes Chaos gekonnt mit einem Flair der alten Noise-Klassiker. Man darf da durchaus an Steve Albini denken, man darf vor allem auch mal denken: „Scheiße, was ist das geil!“. Aus Niederschlägen lernen: NAVEL haben aus dem letztjährigen Rückschlag nicht nur das Beste gemacht, sondern gleichzeitig auch das Klügste – nämlich völlige Kompromisslosigkeit zelebrieren.

Tracklist:

1. Can’t Feel A Thing
2. Speedbox
3. Black Days
4. Acid Queen
5. It’s The Road That Makes The Song
6. Freeland
7. Invisible
8. It’s You (Yeah)
9. Rocking In The Free World
10. Hunger Child Blues
11. Come Into My Mind
12. Blues On MY Side
13. Rule To Follow
14. Waiting, Travelling, Thinking

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Raphael

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