Plattenkritik

Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist

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Release Date: 22.09.2006
Datum Review: 08.10.2006

Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist

 

Erst kürzlich hatte ich hier das Solowerk von James Dean Bradfield, Sänger und Gitarrist bei den MANIAC STREET PREACHERS vor mir liegen, der die von der Band gewählte, zweijährige Pause der PREACHERS dazu genutzt hat sein eigenes Baby namens "The Great Western" erfolgreich an den Start zu bringen, da flattert auch schon das nächste Soloalbum aus besagtem Hause in meinen Briefkasten. Diesmal ist Nicky Wire an der Reihe. Der Texter und Bassist der PREACHERS, der gelegentlich auch mal das Mic in die Hand nimmt, hat 13 Songs auf Plastik gebannt und sie mit dem Obertitel "I Killed The Zeitgeist" versehen.

Eigentlich hätte man von dem gestandenen Rock’n’Roller ein derbes Rockalbum erwartet, doch Nicky Wire lebt mit seinem Soloalbum vielmehr raue Popmelodik aus, die mit ordentlichem Fuzz-Einsatz gewürzt wird. Eine kratzige Stimme begleitet den Zuhörer durch eine erwachsene Mischung aus Garage- und IndieRock sowie psychedelischen Klangwelten. Auch schrammelige Countrytendenzen finden sich in den Songs von "I Killed The Zeitgeist" wieder, die herrlich spontan und bauchgesteuert klingen. Bei einer derart geballten Kreativität kann man ja eigentlich nur gespannt sein, was die MANIAC STREET PREACHERS als nächstes auf den Markt bringen. Während sich Bradfields Soloalbum wesentlich poppiger, fröhlich und britlastig präsentierte, überzeugt Wire mit ein wenig düsteren, erdigen Klängen voller Charme und Atmosphäre. Mehr davon!

TRACKLISTE

1. I Killed The Zeitgeist
2. Break My Heart Slowly
3. Withdraw / Retreat
4. Goodbye Suicide
5. The Shining Path
6. Bobby Untitled
7. You Will Always Be My Home
8. So Much For The Future
9. Stab Yr Heart
10. Kimino Rock
11. Sehnsucht
12. Nicky Wire's Last
13. Everything Fades

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Torben

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Allschools Chef

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