Plattenkritik

Nils Frahm - Wintermusik

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Release Date: 05.02.2010
Datum Review: 30.01.2010

Nils Frahm - Wintermusik

 

NILS FRAHM ist Berliner und veröffentlicht via Erased Tapes sein Album „Wintermusik“. Klingt bislang noch nicht so interessant. Ist es aber! Denn kein geringeres Label als das wundervolle Erased Tapes hat sich Frahm’s Neo-Klassik angenommen und veröffentlicht es nun. Aufgenommen in einer Berliner Kirche innerhalb von 2 Tagen entstand so ein zierliches Album basierend auf reinen Pianosalven, die mal wieder so schön sind wie alles, was Erased Tapes in diese Richtung anfasst.

Die „Wintermusik“ beginnt still und leise mit „Ambre“, einem reinen Pianostück in perfekter Melancholie gehüllt. Andächtig, schon fast idyllisch bewegt sich das dezente Kopfkino umher und man kann beginnen zu träumen, zu entspannen. „Nue“ hingegen ist da das genaue Gegenteil. Zum einen weil es schon jetzt die doppelte Spielzeit hat als „Ambre“, zum Anderen weil es so verspielt daherkommt und doch die Spannung bedächtig aufbaut. Das Schlusslicht „Tristana“ hingegen dauert beachtliche 18 Minuten und schlägt mehrmals andere Wege ein. Hier wird Verspieltheit mit Melancholie und sogar Jazzanleihen vermischt und einmal mehr bewiesen, wie gekonnt NILS FRAHM seine Stücke komponiert. Ein tolles Stück Musik für die ruhigen Stunden des gerade erst so mächtig eingekehrten Winters.

Tracklist:

1. Ambre
2. Nue
3. Tristana

Alte Kommentare

von mehr... 14.02.2011 19:08

... von solchen Reviews zu so untypischen Genres. Aber nur wenn es sich (wie hier) wirklich lohnt. Justin Bieber braucht kein Review auf Allschools. :D

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Raphael

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