Plattenkritik

Nine Inch Nails - Year Zero

Redaktions-Rating

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Release Date: 13.04.2007
Datum Review: 24.04.2007

Nine Inch Nails - Year Zero

 

Nach einer ausgiebigen Schnitzeljagt, die sich sowohl durch die Weiten des WWW schlängelte als auch auf der realen Ebene, sprich Konzerten, fortsetze, hat das Warten auf das neue NINE INCH NAILS Werk und Studioalbum Nr. 6, "Year Zero" nun endlich ein Ende. Zuvor durfte man sich über kleine Happen, wie einen USB Stick mit einem neuen Song des neuen Albums, der auf einer Toilette beim Konzert in Lissabon gefunden wurde freuen. Der außergewöhnliche Frontmann Trent Reznor begann schon Wochen vor dem Release mit seiner ganz eigenen und geschickten Werbekampagne, die genug Spielraum für verschiedenste Interpretationen und Theorien lässt.

Auch das komplette Album steht im Zeichen von dunklen Verschwörungstheorien und Zukunftsvisionen die sich in nicht allzu weiter Ferne abspielen sollen. Zum entsprechenden Gesamtpaket gehören dann auch so kleine Details wie eine Thermoempfindliche CD, die ihre Farbe bei Wärmeeinwirkung verändert. Nichts ist das wonach es im ersten Augenblick aussieht. Alles hat eine zweite Ebene und sollte hinterfragt werden. In Reznors Vision portraitiert er die USA als totalitäres Regime, in dem Waffengewalt herrscht und Hoffnung der Platz zum gedeihen genommen wird. Musikalisch bedeutet dies für NINE INCH NAILS eine gewohnt atmosphärische Dichte, die sich jedoch primär durch ihre starke Volatilität auszeichnet. Ungewöhnlich harte und verschrobene Industrial Tracks treffen auf eingängigen und melodischen Industrial Pop wie man ihn auch häufiger auf "With Teeth" antreffen konnte. Ein wahres Wechselbad der Gefühle zwischen Apokalypse und Lethargie welches mit vielen knarzenden Beats, ungewöhnlich verzerrten Gitarren, elektronischer Kakophonie und sogar Trip Hop Anleihen untermalt wird. Das Ende von Reznors politischen Vision bleibt bewusst offen und lässt den Zuhörern Freiraum für die eigene Kreativität. Mit "Year Zero" hat Trenz Reznor ein umfassendes und stimmiges Gesamtkonzept verwirklicht, für mich zwar nicht das beste aber sicherlich eines der faszinierendsten NIN Alben.

Tracks:
01. 'Hyperpower!'
02. 'The Beginning Of The End'
03. 'Survivalism'
04. 'The Good Soldier'
05. 'Vessel'
06. 'Me, I'm Not'
07. 'Capital G'
08. 'My Violent Heart'
09. 'The Warning'
10. 'God Given'
11. 'Meet Your Master'
12. 'The Greater Good'
13. 'The Great Destroyer'
14. 'Another Version Of The Truth'
15. 'In This Twilight'
16. 'Zero Sum'

Alte Kommentare

von jsge 24.04.2007 22:45

besser als with teeth auf jedenfall. am anfang nervt die cd. \'Survivalism\' mag ich nicht.. danach wird die cd aber unheimlich stark. Vorallem The Great Destroyer ist der Wahnsinn. starke 8/10!

von sven 25.04.2007 12:24

gutes album, aber für NIN standards würde ich ebenfalls \"nur\" 7 punkte verteilen..

von marie 25.04.2007 12:30

schönes review - gute zusammenfassung!

von saft 25.04.2007 17:56

finde das album schlecht und überflüssig!

von j7tik 26.04.2007 18:19

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Torben

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