Plattenkritik

Norman Palm - Shore To Shore

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Release Date: 02.07.2010
Datum Review: 07.07.2010

Norman Palm - Shore To Shore

 

„Shore To Shore“ – „Küste zu Küste“. Man erfährt schnell, was NORMAN PALM hier auf seinem zweiten Album besingt: Die Fernbeziehung, die er selbst führt. Seine Liebste lebt in Mexiko, er selbst ist Wahlberliner, was auch ziemlich gut passt. Das Debüt wurde noch in Eigenregie veröffentlicht, bis Morr Music die Platte neu auf den Markt brachte und nun hat eben City Slang zugeschlagen. Und was für ein toller Fang – für Beide!

Hauptsächlich von Sehnsucht erfüllt singt er so seine kleinen Songperlen, wird niemals kitschig oder gar schwarzmalerisch, sondern fasst lediglich ziemlich gewandt seine Liebe und das Gefühl des Vermissens in warme Worte und packt das in seinen flirrenden Singer/Songwriter Pop, der hier wesentlich ausgeprägter ist als auf dem Debüt. Da knistert es mal mit elektronischen Spielereien, hier wird ein Song fast gänzlich mit einem dezenten Beat unterlegt - NORMAN PALM hat den Dreh wesentlich besser raus als JAMES YUILL und klingt so, als habe er die perfekte Symbiose aus Songwriter und entferntem Pop-Appeal entdeckt. Das ist immer dann besonders schön, wenn PALM ins melancholische abdriftet und sich in „$20“ mal richtig schön Zeit nimmt. Aber auch im Opener „Start/Stop“ ist das sehr angenehm, da man hier eindeutig heraushört, inwiefern eine Beziehung auf weiter Distanz doch gleichermaßen Probleme mit sich bringt und irgendwie doch schön sein kann. Wie gesagt – PALM hat die richtige Symbiose aus allem gefunden. Und das hört man „Shore To Shore“ an, was diese Platte zu einer der angenehmsten der letzten Zeit macht.

Tracklist:

1. Start/Stop
2. Smile
3. Images
4. Landslide
5. $20
6. WDYD?
7. Easy
8. Sleeper
9. Phantom Lover
10. Go To Sleep

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Raphael

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