Plattenkritik

Oathbreaker - Oathbreaker EP

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Info

Release Date: 01.01.2009
Datum Review: 30.12.2009

Oathbreaker - Oathbreaker EP

 

Wenn eine Band nach unzähligen Umstellugen im Line-Up nicht mehr die ist, die sie mal war, dann ist es das Beste selbige aufzulösen. So geschehen bei den Belgiern von NO RECESS. Zu oft wurde das Line-Up gewechselt, zu oft der Sound anzugleichen versucht – es war klug, die Auflösung vorzuziehen. Vor allem wenn man nun sieht, welch ein hoffnungvolles Monster an female fronted Hardcore geboren wurde. OATHBREAKER heißt das neue Brett und wird noch immer von Frontfrau Caro angeführt.

Was OATHBREAKER nun auf ihrer EP abliefern ist ein extrem druckvolles und wütendes Paket an inbrünstigem Geschrei, welches selten so wütend und energisch abgeliefert wurde. Dabei ist es auch schlichtweg falsch, Vergleiche für den „Gesang“ zu ziehen. Frontfrau Caro macht ihren Job so gut, dass es zwischendurch schon mit der Angst zu tun bekommt. Angetrieben von Wahnsinn, Wut und Kraft verleiht sie jedem Song einen bestimmten Charakter und schlägt sich gleichzeitig frei von allen Referenzen. Gut gemacht! Soundtechnisch erinnert man dabei teilweise an Hardcorebands, die sich den düsteren Klängen verschrieben haben und besticht an einigen Stellen durch extrem druckvolle, teils gar groovige Melodie. Dabei lässt man auch Atmosphäre nicht zu kurz kommen und treibt inmitten der zerstörerischen Stimme und dem Dampfwalz-Sound eine gehörige Portion Spannung auf. Alles in allem ergibt das eine wundervolle EP, die sich zwar etwas schwermütig dem Hörer hingibt, auf Dauer aber vollends überzeugt. Gerne mehr davon, liebe Belgier.

Tracklist:

1. Mindless
2. Shelter
3. Ashes
4. Downfall
5. Mirror

Alte Kommentare

von Heiko 30.12.2009 16:30

Etwas spätes Review, aber schön, dass die EP besprochen wird. Die Musik erinnert ein wenig an Converge, aber im Großen und Ganzen ist das egal. Die EP killt...

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Raphael

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