Plattenkritik

Obey The Brave - Young Blood

Redaktions-Rating

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Release Date: 24.08.2012
Datum Review: 16.08.2012

Obey The Brave - Young Blood

 

Kein Mut zur Lücke: Nachdem seine Vorgängerbande aus persönlichen Gründen von der weiteren Vermarktung farbenfroher Oversizeprints und dem Anstacheln weltweiter Moshpits absah, hängte Alex Erian das Mikrofon gar nicht erst zum Durchtrocknen auf die Leine. „Get Real“. „Time For A Change“. Passt. Kanada, Erians Heimat, bietet reichlich Toleranzfläche für ausgeleierte Weißheiten, die unter Mucki-Metal drapiert immerhin Epitaph Records noch ein Handzeichen wert sind.

Mit „Young Blood“ wird zunächst Mut gemacht: Die Death Metal-Einflüße aus DESPISED ICON-Zeiten sind nahezu gestrichen, das Core-Kürzel gehört stolz in den Ausweis gestempelt. „It Starts Today“ und „Self Made“ reißen die Hoffnung schnell an sich: OBEY THE BRAVE empfehlen sich, zwischen rastloser Doublebass und vorhersehbaren Breakdowngewittern in gut dreißig Minuten ihre Metalcore-Klassenarbeit nachzuschreiben. Abschreiben und dreist reinrufen ist ausdrücklich erwünscht. „Live And Learn“ wartet nach aggressiver Gesamtnote, den notorischen Melodieansätzen und – für´s authentische Gefüge – stimmigen Gangvocals in jener Ecke vom Schulhof in die es nur die angesagten und mutigen Dudes schaffen. Auch „Unstoppable“ hält sich dort auf: Kurz vor der großen Pause bäumt sich der Song auf um sich gemäß zu behaupten - auch wenn Erian und sein Gefolge aus u.a. Mitinitiator John Campbell (Ex- BLIND WITNESS) eigentlich aus reiner Herzensangelegenheit an OBEY THE BRAVE und ihrem Debütalbum interessiert sind...

„Young Blood“ hält schnell und gekritzelt einige Antworten auf, die zwischen den handfesten Vocals und der rücksichtlosen Instrumentierung nicht am seelenlosen Produkt vorbeirauschen. Das wirkt schnell lieb-, noch schneller einfalls- und am Ende ziemlich trostlos.
Scott Vogel , der sich bei „Get Real“ kurzzeitig im Klassenraum blicken lässt, grüßt freundlich und herausstechend mit mehr „Hardcore-“ als „Metal“-Anleihe, dann wollen sich Campbell und Greg Wood (Gitarre), Drummer Stevie Morotti, Miguel Lepage (ebenfalls Ex-BLIND WITNESS, Bass) und Erian wieder aufs modernere Zermalmen und Moshen konzentrieren.
Der ausbleibenden Lücke bleiben die Kanadier treu – lediglich ein befreiendes Gitarrensolo („Time For A Change“) und die digitale Interlude „Grim“ bieten kurzerhand Zeit, mal zwischendrin auf die Uhr zu schauen oder einen Schluck zu trinken. Abitur machen andere, Studieren wiederum werden Dritte. Bei OBEY THE BRAVE reicht es immerhin zum kurzfristigen Klassenclown-Dasein.

Trackliste:

01. Lifestyle
02. Is Starts Today
03. Self Made
04. Live and Learn
05. Garde La Tete Froide
06. Grim
07. Get Real
08. Time For A Change
09. Unstoppable
10. Early Graves
11. Burning Bridges

Alte Kommentare

von TriEssets 16.08.2012 16:44

Ganz ehrlich, ich finde den Hype um diese Band auch nicht schön. Die Platte wird sich wahnsinnig gut verkaufen, weil Erian als Manager ganze Arbeit in Sachen Promo leistet, aber eine 5/10 für eine Platte die wirklich nicht überraschen will, sondern einfach nur Spaß machen soll? Jenen Spaß machen die diese Mucke und diese Szene feiern (so wie ich). Dieses Review klingt so als wenn du auch einer dieser Leute bist, denen die Szene einfach nicht passt, die bei Moshpits rumheuleun und lieber ein Gitarrensoli hören. Schön und gut wenn ich richtig liege, sorry wenn ich Falsch liege aber dann schreib kein Review zu dieser Platte. Ich höre nämlcih nur "ah das ist immer das selbe.. bla bla seit doch mal innovativ bla." Obey The Brave machen einfach nur auf die Fresse- Musik und das lange nicht so stumpf wie Emmure.. und die bekommen, wenn ich mich recht errinere bessere Bewertungen.

von TOM 16.08.2012 18:24

Weil Emmure trotz ihrer Stumpfheit nich wie die 12764. Terror Kopie klingen... Übrigens: EIN Solo, ZWEI Soli

von Ray 16.08.2012 18:27

Emmure klingen wie Durchfall und veröffentlichen alle 10 Monate die gleiche Platte. OTB machen Spaß, nicht mehr und nicht weniger.

von Tobe 16.08.2012 22:48

man könnte auch sagen der herr erian macht jetzt was er eigentlich schon immer wollte ;) nämlich einen auf dicke HC hose. steh der band zwiespältig gegenüber, kenn bis jetzt allerdings nur die 2 songs live and learn und get real. ersterer knallt dann irgendwie doch (auch wenns reißbrett metalcore ist), aber der song mit dem vogel ist einfach nur langweilig.

von ringeldingdongsong 17.08.2012 09:41

Zum Autofahren doch der perfekte Soundtrack :D

von tönnis 17.08.2012 09:54

schwaches album..

von Promo CD 17.08.2012 18:26

Für die Live Tournen. Sowas hört man sich nicht 20 mal am Stück am PC an. Für Obey the Brave geht man auf die Show seiner Wahl und zerstört den fucking Laden. Vermtulich ist das Review nichtmal so falsch, aber OTB werden drauf kacken und live Knochen knacken (Der Spruch war so blöd das sogar Det von Grip im Boden versinken würde)

von Kai-Uwe 22.08.2012 13:22

ich find die scheibe echt gelungen und meine erwartungen werden voll erfüllt. simpler voll-auf-die-fresse-hardcore mit metalischen elementen, von mir aus auch metalcore. Alex Erians agressive shouts harmonieren perfekt mit den dicken einfach gehaltene gitarrenriffs die sich immer wieder melodisch momente flüchten und lediglich ein song enthält cleane vocals welche meines erachtens auch nicht aufgesetzt klingen. die produktion der scheibe finde ich auch sehr gelungen, da sie nicht so ekelhaft sauber ausfällt. klar wird hier das rad nicht neu erfunden was Obey The Brave eindeutig auch nicht vorhatten. "keep it simple, keep it real"! ... find ich sympatisch. call me fanboy aber ick steh uff die combo!

von wario 24.08.2012 09:12

Find ich immer wieder lächerlich das hier ständig Alben von Leuten bewertet werden die a) keine Ahnung vom Genre haben und b) dieses Genre sowieso nicht mögen! Wenn ich in die Metzgerei geh bestelle ich auch nicht Käse. Mal ehrlich, ist doch ein bißchen blöd wenn normale Musikhörer einen auf Musikexperte machen und ihren persönlichen Senf zu jedem Scheißdreck geben, oder nicht? Was erlauben Strunz? Finde die Platte übrigens etwas lahm und hab mehr erwartet.;)

von Henno 24.08.2012 12:18

Eine absolut überbewertete Veröffentlichung. Nichts Besonderes dran und auch nach mehr als einmal durchhören bleibt nicht wirklich was hängen. Aber Gute Arbeit von der Promo auf jeden Fall..

von JVanderSmut 29.08.2012 19:47

Die Platte bekommt höchstens 3 Punkte von mir

von Karl 30.08.2012 00:36

Die Produktion ist eine Frechheit. Klingt viel zu blechernd und die Gitarren scheinen hinter einem Vorhang aus Metal aufgenommen worden zu sein. Selbst die Produktion der Vocals ist undeutlich und verwaschen. Ich habe das Gefühl, dass die Jungs einen richtig fetten und rohen Mix haben wollte,das ist aber komplett nach hinten losgegangen. Da haben die meisten lokalen Bands besser klingende Produktionen. Von der Musik her ist es nett, aber bei den Songs bleibt nicht viel hängen. Wenn man mit Freunden auf dem Weg zum nächsten Konzert ist kann man es mal ganz gut anhören, sofern man darüber wegsehen kann, dass aus den Boxen Musik mit der Qualität eines 360p youtube Videos kommt... Ohne Alex hätte Epitaph diese Band niemals gesigned und das sollte einem zu denken geben. Sind zwar nette Jungs und man gönnt es jedem, der seinen Traum auf der Bühne leben kann, aber REAL ist da nicht viel an diesem Album. Texte 3/10 Produktion 2/10 Musik 4/10

von fulltime 10.09.2012 23:51

So... Sehr zweischneidiges Schwert hier. Alex ist ein cooler Typ und respektabler Musiker. Der ist schon als Jungspund als Neuraxis-Drummer durch Europa getourt, als von Deathcore noch nicht mal ein Hauch von Ahnung in der Luft lag. DI, ob man die Band mag oder nicht, haben wirklich was losgetreten und waren immer deutlich besser, als der von ihnen geschaffene Trend. Wie dem auch sei: Obey the Brave ist eine klare Planungsband. Die Musik ist modern genug, um die heutigen Kids anzusprechen - und mit dem guten Namen, den Alex hat, sind viele Grundsteine gelegt. Ein bisschen modern und das passende Image und ab geht es, das ist wie eine Self-Fulfilling-Proficy. Viele Leute feiern es schon einfach aufgrund der bloßen, zugegebenermaßen sehr hohen, Verfügbarkeit ab, auch wenn es nur ein paar dünne Eckdaten erfüllt. Die Texte sind platt, billig und gesichtslos. Die Musik hat einfach keinerlei Substanz, das kann man drehen und wenden, wie man will. Und die Touren, die für die Band anstehen, sind nicht so real, wie die Band sich darstellt.

von würg 11.09.2012 22:49

ERZÄHL DOCH MAL WAS NEUES DU HAMPELMANN!!!

von @fulltime 12.09.2012 09:30

Ich könnt kotzen, wenn ich so eine altkluge Scheisse lese! Zum einen frage ich mich, was Neuraxis mit DC zu tun haben sollen? Und DI waren im Endeffekt auch nur eine von vielen DC Bands und wurden erst richtig groß, als die scheisse schon ausgetreten war. Dennoch waren sie eine von den guten Bands. Definitiv! Was deinen "Bro" Alex angeht. Wenn du dir die Texte mal durch gelesen hast, dann wirst du ja irgendwann gemerkt haben, dass es sein einziger Wille war, wieder auf die Bühnen zu gelangen. Dass, das mit technical Artcore nicht so einfach geht, wird er sich wohl auch gedacht haben und sich eher belangloser Musik gewidmet. Ob die jetzt allen gefällt oder nicht, ist doch eher zweitrangig. Caliban, Callejon oder wie sie alle heißen machen doch genau das gleiche. Warum? Weil sie zur der Gattung Mensch gehören, die man Musiker nennt. Und wahrscheinlich können sie auch nichts anderes. Also langweile doch eher deine Internethomies mit deiner Kacke!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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