Plattenkritik

Olehole - Holemole

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Release Date: 08.05.2009
Datum Review: 02.07.2009

Olehole - Holemole

 

Washington DC war schon immer ein gutes Pflaster für qualitativ hochwertige Punkmusik. Dass in der Vergangenheit vom Klassischen gar nicht mehr viel kam ist aber nicht weiter schlimm, denn das Warten hat sich gelohnt. OLEHOLE, die neue Band des ehemaligen THE GHOST Sängers Brian Moss packte sich nämlich ein paar seiner engsten Freunde ein, unter anderem auch Ian von DEAD TO ME, und nahm ein Album auf, welches vor Jahren sicherlich mal Geschichte geschrieben hätte, heutzutage aber wenigstens für offene Münde, Retrobegeisterung und bierseelige Erinnerungen sorgt.

Denn so explosiv zu ihren Zeiten FUGAZI mit Texten daher kamen, so verworren wie JIMMY EAT WORLD GANZ früher mal waren und so hymnisch wie es HOT WATER MUSIC sind, so kommen OLEHOLE daher und verpacken das ganze in ein wütend, energisches Kleid aus Punk. Verworrene Rhythmen, wütendes Geschrei und immer wieder diese kleinen Hymnischen Töne zwischen den Zeilen, macht "Holemole" zu einem besonderen Werk. Denn wo viele Bands auf Nummer sicher gehen, die hymnenhaftigkeit in fast schon vorhersehbaren Kitsch münden lassen, kommen OLEHOLE mit erdigem Punkrock aus, lassen nichts anbrennen und ziehen musikalisch ihr volles Ding durch. Welches mit "Big Numbers" auch einen Überhit sondergleichen bereithält. Bitte mehr davon, es wäre uns eine Freude.

Tracklist:

Gatekeeper
Ostinato
Chimps Night Out
Jukebox Creek
Monuments Of Motion
Treble Hook
40 43 74 00
Talk The Walk
Union Plague
Big Numbers

Alte Kommentare

von Trulla 13.07.2009 10:38

Habe gerade "the Ghost" entdeckt. Und auch da trifft es zu, klingt wie schon mal gehört und trotzdem ist es einfach nur großartig.

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Raphael

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