Plattenkritik

Panther - 14 kt. God

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Release Date: 22.02.2008
Datum Review: 15.11.2008

Panther - 14 kt. God

 

Irgendwann wird der Tage kommen, an dem sämtliche tierische Namen an irgendwelche Bands vergeben sein werden. Bis dahin stellen wir uns gezwungenermaßen sicherlich noch einer Arche Noah an Indiegruppen. Heute: Panther.

Hinter dem augenscheinlich unscheinbaren Namen steckt die Zusammenarbeit zweier Musiker, deren Hauptprojekte unter Kennern durchaus Rang und Namen haben, vor allem Joe Kellys, der für gewöhnlich bei den großartigen 31KNOTS trommelt. Charlie Salas-Humara hingegen ist normalerweise mit THE PLANET THE unterwegs. Selbiger ist verantwortlich für den Instrumentalrundumschlag. Gesang, Cello, Gitarren und Keyboards werden zur Gänze von ihm eingespielt. Interessant.

Ebenso interessant ist die Musik, die dabei rauskommt. Denn was sich da durch die Membrane presst, ist kein vollkommen gesundes Resultat. In durchgängiger Lo-Fi-Qualität präsentiert sich ein buntes und hyperaktives Erlebnis. Das ist mit Sicherheit ziemlich abgedreht und zerrt auch zwischendurch an den Nerven – Stellenweise tänzelt das Album zu nahe an kilometertiefen Abgründen, stürzt aber glücklicherweise nicht ab. „14 kt. God“ entspringt durchaus Hirnen mit Avantgarde-Ambitionen. Mathrock mit Weltmusikanleihen. PANTHER stolzieren mit der festen Absicht, sich zu verwirren, in einen großen Dschungel und schießen für die sichere Ortung und Rettung massenweise Konfetti in die Luft. Sowas nennt man auch ADS.

Tracks:
1. Puerto Rican Jukebox
2. Her Past Are The Trees
3. Decision, Decision
4. On The Lam
5. Violence, Diamonds
6. These Two Trees
7. Woan Moments
8. Glamourous War
9. Take Yr Lane
10. Beautiful Condo
11. 14 kt. God
12. Total Sexy Church
13. What You Hear





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Ignaz

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