Plattenkritik

Pig Destroyer - Book Burner

Redaktions-Rating

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Release Date: 23.10.2012
Datum Review: 26.10.2012

Pig Destroyer - Book Burner

 

Was für eine undankbare Aufgabe eigentlich, über eine PIG-DESTROYER-Platte ein Review zu schreiben. Nicht wegen der Qualität der Musik selbst, denn: wer kann schon ernsthaft etwas gegen die Grind-Instanz PIG DESTROYER sagen?! Großartige Riffs (oder Rifffragmente) an jeder Ecke, achterbahnartige Tempowechsel, Blut Gewalt und Zerstörung und sowas – und das aller erster Güteklasse, Na ja, aber wer will so ein Hörerlebnis schon so genau verbalisieren? Prädikate für eine PIG-DESTROYER-Platte sind Ausdrücke wie „fett“ oder „geil“ - mehr will man bei all dem herrlichen Geballer doch eigentlich gar nicht aussprechen und – seien wir doch ehrlich, lieber Leser - wissen. Außer vielleicht ob es eine Fortsetzung der Experimente der letzten EP „Natasha“ gibt, diesem über 30-minütigen Longtrack Doom-Avantgarde-Experiment. Dem kann eigentlich nur mit einem ganz eindeutigen „nein“ geantwortet werden, PIG DESTROYER klingen so abgefuckt und impulsiv wie man es von dieser Band eigentlich nicht anders gewöhnt ist. Lediglich der Rausschmeißer „Permanent Funeral“ fällt mit einer Länge von sage und schreibe 4 Minuten etwas heraus. Hier erinnern PIG DESTROYER wenn dann aber eher an so großartige Bands wie FUCK THE FACTS oder MISERY INDEX und frönen einfach ihrer Metal-Schlagseite mehr als ihrer Grind-Schlagseite, was sie auch gar nicht mal so schlecht machen. Abschließend vielleicht noch ein paar Worte zur Produktion: Nicht ganz so roh wie auf der „Phantom Limb“ nicht ganz so fett wie auf der unschlagbaren „Terrifyer“, aber immer noch sehr schwer in Ordnung.

Aber um wieder den Bogen zum Anfang zurück zu spannen: PIG DESTROYER haben eben wieder ein „geiles“ und „fettes“ Stück Grind auf den Markt geschmissen, natürlich nicht sonderlich innovativ oder etwas dergleichen, aber eben mit aller gewohnten Power das wofür man diese Band kennt und schätzt – wenngleich gegen die „Natasha“ eigentlich auch nichts einzuwenden war, wenn man sich drauf einlassen konnte. Jedenfalls: Fans des klassischen PIG-DESTROYER-Sounds können bedenkenlos zugreifen.

Tracklist:

01. Sis
02. The American's Head
03. The Underground Man
04. Eve
05. The Diplomat
06. All Seeing Eye
07. Valley of the Geysers
08. Book Burner
09. Machiavellian
10. Baltimore Strangler
11. White Lady
12. The Bug
13. Iron Drunk
14. Burning Palm
15. Dirty Knife
16. Totaled
17. Kamikaze Heart
18. King of Clubs
19. Permanent Funeral

Disc 2: "Blind, Deaf, and Bleeding" (Deluxe Editions Only)

1. Depression (Bonus Track)
2. Wolfs Blood (Bonus Track)
3. Lights Out (Bonus Track)
4. Can't Tell No One (Bonus Track)
5. Deny Everything (Bonus Track)
6. Betray (Bonus Track)
7. Who Are You? (Bonus Track)

Alte Kommentare

von Mulder 26.10.2012 12:24

Unglaublich fieses Album!

von Bob 26.10.2012 13:26

war vorhin im posfach! bisher ballert es ordentlich. war auch die beste band aufm ieper festival. hoffentlich fallen nächstes jahr paar kleine club shows hier an

von @olli 26.10.2012 14:03

klasse review! bitte wieder mehr davon!!

von Fabian 26.10.2012 16:09

Immer noch der beste Bandname.

von jensen 15.11.2012 18:51

Ich höre nicht allzu viel Metal, aber es würde mich wundern, wenn dieses Jahr viele Platten diese hier schlagen könnten. Wahsinnsding!

von lukas.. 06.12.2012 19:21

kann der review leider nur begrenzt zustimmen. das album ballert ordentlich und gehört für mich zu dem besten, was seit langem in diesem bereicht veröffentlicht wurde. mindestens 9 punkte! aber was die produktion angeht: zu sagen, phantom limb sei roher ist ziemlicher schwachsinn. im gegensatz hierzu ist PL produktionstechnisch fast schon zusammengemischter metalcore^^ so einfach und roh wie hier haben sie lange nicht geklungen... aber gut. auch interessant finde ich, wie sich die lyrics verändert haben; ein (ordenliches) stück weg von sex und gewalt (am besten natürlich zusammen)?! emotionale tiefe (permanent funeral)?!! ich bin beeindruckt, das hätte ich nicht erwartet! es ist übrigens empfehlenswert, sich die special edition zuzulegen. nicht unbedingt wegen der zusatz-EP, die ist zwar ganz nett aber mehr auch nicht, sondern wegen JR Hayes kurzgeschichte "the atheist" und dem erweiterten artwork. ist das geld absolut wert.

von Clement 07.12.2012 08:09

@lukas: wende dich bitte mal an mich über die email im impressum

von lukas.. 11.12.2012 19:08

ok hab ne mail geschrieben, hoffe ich hab nichts böses getan :D

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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