Plattenkritik

Pink Floyd - London 1966/1967

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 17.12.2005

Pink Floyd - London 1966/1967

 

Also so ganz verstehe ich die Veröffentlichungspolitik von Snapper nicht: Vor ein paar Monaten erst kam die gleichnamige DVD auf den Markt und nun eben die dazugehörige CD. Eigentlich verstehe ich sowas nur andersrum, also erst die CD und dann als Bonus hinterher die DVD.
Richtig komisch wird die ganze Sache aber dann, wenn sich Album und DVD nur minimal unterscheiden. Neben den zwei überlangen Songs, die auf der DVD filmisch von Peter Whitehead umgesetzt wurden, gibts auf dem Album einen Cd-ROM Bonusteil, der eben den Clip zu "Instellar Overdrive" enthält, diverse Interviews mit der Londoner Musikszene zu dieser Zeit (u.a. Mick Jagger) und einen Überblick mit Peter Whitehead. Soll heissen, der Extrateil des Albums ist fast die komplette DVD.
Musik gibts natürlich auch noch. Die zwei Tracks "Instellar Overdrive" und "Nick's Boogie" sind jeweils überlange, teils mehr als bizarre, Tracks, die ganz am Anfang der Karriere eine der grössten Bands aller Zeiten stehen. Im absoluten Ur-Lineup, bestehend aus Syd Barrett, Nick Mason, Roger Waters und Rick Wright, jammen vier junge und unerfahrene Burschen. Gesang gibts zu dieser Zeit noch nicht. Die Musik kann ich nur so kommentieren, wie ich es bereits bei der DVD getan habe: Passend zur Ära dieser Musik, den kreativen Höhepunkten im vom Drogen durchtränkten London, spürt man förmlich, wie das Leben an den vier Musikern in einem skurilen Schleier aus Alkohol und Drogen vorbeidämmert. Die musikalische Klasse ist zwar bereits zu erkennen, allerdings würde man beim Hören dieser CD nicht zwingend auf die Idee kommen, dass es sich um die ersten Gehversuche einer Legende der Musikgeschichte handelt. So bleibe ich wie bei der DVD bei folgendem Fazit: Für Pink Floyd Fans ist dieses Machwerk sicherlich elementar, für Neulinge empfiehlt sich dieses Album aber nicht, da es Pink Floyd in ihrem Gesamtschaffen nur bedingt repräsentiert.

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Moritz

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