Plattenkritik

Pink Floyd - London 1966/1967 (DVD)

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.10.2005

Pink Floyd - London 1966/1967 (DVD)

 

Wie würdet ihr reagieren, wenn in einem Päckchen mit aktuellen Metal-Scheiben eine DVD von Pink Floyd dabei ist? Also ich war schwer begeistert, rangiert zum Beispiel das unsterbliche "The Wall"-Vermächtnis bei mir persönlich unter den eindrucksvollsten Meilensteinen der Musikgeschichte.

Bei nun vorliegender DVD muss allerdings erstmal einiges geklärt werden: Es handelt sich bei den Aufnahmen nicht, wie auch von mir im ersten Moment fälschlich angenommen, um einen Live-Mitschnitt. Hier werden die allerersten Pink Floyd (noch unter dem Namen The Pink Floyd) Jam-Sessions unter dem Motto "Tonight Let's All Make Love In London" zu einem 2 aberwitzigen Clips zusammengefügt. Peter Whitehead verarbeitet hier visuell die ersten, hochinteressanten weil gleichsam völlig wirren Gehversuche des Ur-Lineups bestehend aus Syd Barret, Nick Mason, Roger Waters und Rick Wright.

Also: Es handelt sich beim Film selber um 2 gesangslosen Werken, aufgenommen und derzeit gefilmt bei den allerersten Aufnahme-Sessions eben Mitte der 60ger im UFO Nightclub London und den Sound Technique Studios. Musikalisch ist dieses Werk alleine bereits anstrengend (anders kann ich das nicht beschreiben), die visuelle Umsetzung hingegen verweist völlig auf London dieserzeit: Zuckend, wirr, bizarr. Eine rebellierende Generation bricht die Tabus der englischen Gesellschaft in jeglicher Weise. Man merkt den damals so jungen Typen, die dabei sind eine der grössten Bands der Welt aufzubauen, förmlich an, dass das Leben in einem Schleier aus Drogen und Alkohol an ihnen vorbeischleicht. Für Fans von Pink Floyd ist dieses Werk sicher elementar, zeigt es doch eine eigentlich nie bekannte Seite der so jungen Band auf. Wer hingegen von Pink Floyd noch nichts kennt und sich gerne mal einen Überblick verschaffen will, dem sei abgeraten von dieser DVD. Dazu spricht sie viel zu wenig für dass, was diese Band noch erreichen sollte.

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Moritz

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