Plattenkritik

Polite Sleeper - Lake Effect

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Release Date: 04.09.2009
Datum Review: 01.09.2009

Polite Sleeper - Lake Effect

 

POLITE SLEEPER, das sind Drei Typen aus Brooklyn die sich hübschem Indiefolk verschrieben haben und dieser Tage ihr zweites Album auf den Markt hauen. Was sich seit dem netten „Seens“ geändert hat? Zu allererst das Label. Weg vom sympathischen Sabotage Records, hin zu Expect Candy und Kolleginnen wie AMANDA ROGERS. Und musikalisch?

Musikalisch gehen die Herren ihren Weg entschlossen weiter. Im Vergleich zu „Seens“ wirkt „Lake Effect“ etwas vollständiger und gereifter, was vielleicht daran liegt, dass verstärkt mit Band gearbeitet wird. So entstehen beispielsweise Songs wie „Driving Ohio“, die mit Gospel im Refrain aufwarten und in durch ein hektisches Drumset sanft nach vorn getrieben werden. Dazu kommt die verrückt wirkende Stimme von Frontmann Jason und fertig ist ein hübscher Vorzeigetrack dieses Albums. An Wärme und Gefühl ist dann allerdings „Crushed“ nicht ansatzweise zu übertreffen und mausert sich zum Geheimtipp dieser Platte. Genau an diesem Stück hört man auch die Umstände heraus, unter denen diese Platte entstand. Während eines Schneesturms war die Band fünf Tage lang quasi eingeschneit und nahm dieses Album auf. „Crushed“ hat wohl alle aufgewärmt. Schön, jedoch an vielen Stellen zu undurchschaubar und aufgrund der Stimme etwas verwirrend. Das führt dazu, dass man auf „Lake Effect“ seine 3 – 4 Lieblingstracks findet, die auch überragend sind, mit mehr ist aber leider nicht zu rechnen. Bei den vorliegenden 9 Songs ist das allerdings wieder ein guter Schnitt.

Tracklist:

1. These Are Not Fall Colors
2. Driving Ohio
3. From Waiting List To Walk In
4. Crushed
5. Lake Effect
6. Eleven Months
7. Three Easy Steps
8. My Head Still Hurts
9. So Serious

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Raphael

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