Plattenkritik

Propagandhi - How To Clean Everything (20th Anniversary Edition)

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Info

Release Date: 20.08.2013
Datum Review: 13.08.2013

Propagandhi - How To Clean Everything (20th Anniversary Edition)

 

Zwei Dekaden kanadischer Putzteufel: Von Anfangstagen in Baggypants und Offbeatliebe mit dem gewissen Etwas hin zu einer engagiert motivierten Institution aus Punkrock, Metalkniffen und Hardcore. Happy Birthday, „How To Clean Everything“!

Immerhin einige wenige Schmankerl ist Fat Wreck Chords der runde Geburtstag des PROPAGANDHI-Werkes wert. Nachdem RISE AGAINST eher beliebig und unspektakulär re-releasen durften, frisiert die langjährige Labelheimat von Chris Hannah, Todd Kowalski, David Guillas und Jord Samolesky (damals noch Teil des „HTCE“-Trios: John K. Samson) das grünblaue Wunderwerk um maßgebliche Grahlshüter wie „Anti-Manifesto“, „Showdown“ oder „Fuck Machine“ zu Teilen neu. Zu den elf bekannten Tracks plus CHEAP TRICK-Cover gesellen sich drei Outtakes, die Fat Mike für das ursprüngliche Album nicht bunt genug erschienen. „Pigs Will Pay“ ist in klassischer Manier gehalten, schont kein Griffbrett und verträgt sich galoppierende zwei Minuten mit Skatepunk und Melodie, wie sie damals „typisch PROPAGANDHI“ waren. „Leg-Hold Trap“ und „ Homophobes Are Just Pissed ‘Cause They Can’t Get Laid“ passen ebenso lückenlos in das Stimmungsbild der Platte, können sich wahrlich aber nur schwer zwischen „Middle Finger Response“ oder „Head? Chest? Or Foot?“ behaupten. Natürlich dürfen auch die Demoversionen einiger Schlüsselsongs von „How To Clean Everything“ nicht fehlen, die die Kanadier von einer noch roheren und ungeschorenen Seite zeigen. Wie auch bei „RPM10“ wurde das Paket brav remastered und an eine Neuauflage ebenso auf Vinyl gedacht – fortgeführt von einem Tabulaturenbuch zum Album - welches die Gitarren- und Bassparts der gesamten Platte enthält.
Da PROPAGANDHI selbst und mit ihnen dieser Meilenstein aus dem Jahre 1993 in jedes Topranking von Melodycore-Junkies weltweit gehört, gilt auch hier: Fan-Boy oder Fan-Buy? Interessanter als die schwammige „Demos only“-Auflage von RISE AGAINST ist diese Birthday-Issue von daher schon. Gut genug ist und bleibt aber auch das stetig heilige Original.

Trackliste:

1: Anti-Manifesto
2: Head? Chest? Or Foot?
3: Hate, Myth, Muscle, Etiquette
4: Showdown (G.E./P.)
5: Ska Sucks
6: Middle Finger Response
7: Stick the Fucking Flag Up Your Goddam Ass, You Sonofabitch
8: Haillie Sellasse, Up Your Ass
9: Fuck Machine
10: This Might Be Satire
11: Who Will Help Me Bake This Bread?
12: Pigs Will Pay
13: Homophobes Are Just Pissed ‘Cause They Can’t Get Laid
14: Leg-Hold Trap
15: I Want ü 2 Vant Me
16: Middle Finger Response (Demo Version)
17: Hate, Myth, Muscle, Etiquette (Demo Version)
18: This Might Be Satire (Demo Version)
19: Fuck Machine (Demo Version)

Alte Kommentare

von ... 15.08.2013 11:08

Nachdem Rise Against[...], [...]bei "RPM10"[...], [...]von Rise Against[...] ...ahhhhhhh

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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